Ertragslage
Ertragslage des Konzerns
Im Zeitraum Januar bis Dezember 2025 erwirtschaftete der Volkswagen Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 321,9 (324,7) Mrd. € und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres. Der ohne die chinesischen Gemeinschaftsunternehmen gestiegene Fahrzeugabsatz und die gute Umsatzentwicklung im Konzernbereich Finanzdienstleistungen hatten einen positiven, die Wechselkursentwicklung einen negativen Einfluss. Der Volkswagen Konzern erzielte 80,5 (80,9) % seiner Umsatzerlöse im Ausland. Das Bruttoergebnis nahm um 8,2 Mrd. € auf 51,2 Mrd. € ab. Die Bruttomarge reduzierte sich in der Folge auf 15,9 (18,3) %.
Das Operative Ergebnis des Volkswagen Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf 8,9 (19,1) Mrd. €. Die operative Umsatzrendite betrug 2,8 (5,9) %. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultierte insbesondere aus nicht zahlungswirksamen Wertberichtigungen auf den Goodwill und aktivierte Projektkosten sowie aus weiteren Aufwendungen im Zusammenhang mit der veränderten Produktplanung von Porsche in Höhe von insgesamt 4,7 Mrd. €. Zusätzliche Belastungen in Höhe von 2,9 Mrd. € ergaben sich in Verbindung mit den seit Anfang April 2025 erhöhten Einfuhrzöllen der USA. Darüber hinaus wirkte sich die CO2-Flottenregulierung in Europa ergebnisbelastend aus. Außerdem beeinträchtigten negative Mix-, Preis und Wechselkurseffekte sowie steigende Aufwendungen für den Aufbau des Geschäftsfelds Battery das Ergebnis. Die Belastungen aus Restrukturierungsmaßnahmen halbierten sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahreswert.
Das Finanzergebnis lag mit 0,4 (−2,3) Mrd. € über dem Wert des Vorjahres. Das Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr. Darin wirkten in beiden Zeiträumen negative Effekte im Zusammenhang mit der Beteiligung an Northvolt, die im Vorjahr höher waren als im Berichtsjahr. Rückläufige Zinserträge verminderten das Zinsergebnis. Das übrige Finanzergebnis erhöhte sich im Geschäftsjahr 2025 im Wesentlichen aufgrund positiver Einflüsse im Wertpapier- und Fondsergebnis, während der Vorjahreszeitraum vor allem durch die Wertberichtigungen im Zusammenhang mit der Beteiligung an Northvolt negativ beeinflusst war.
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VOLKSWAGEN KONZERN |
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AUTOMOBILE |
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FINANZDIENSTLEISTUNGEN |
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KONSOLIDIERUNG1 |
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Mio. € |
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2025 |
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2024 |
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2025 |
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20242 |
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2025 |
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2024 |
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2025 |
|
2024 |
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Umsatzerlöse |
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321.913 |
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324.656 |
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290.390 |
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290.646 |
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62.136 |
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58.769 |
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−30.612 |
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−24.759 |
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Kosten der Umsatzerlöse |
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−270.671 |
|
−265.184 |
|
−248.518 |
|
−238.396 |
|
−52.422 |
|
−50.714 |
|
30.270 |
|
23.926 |
||||||
Bruttoergebnis |
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51.243 |
|
59.472 |
|
41.872 |
|
52.250 |
|
9.714 |
|
8.055 |
|
−342 |
|
−833 |
||||||
Vertriebskosten |
|
−22.804 |
|
−22.320 |
|
−21.530 |
|
−21.474 |
|
−1.517 |
|
−1.196 |
|
243 |
|
350 |
||||||
Verwaltungskosten |
|
−12.541 |
|
−12.754 |
|
−10.383 |
|
−10.352 |
|
−2.290 |
|
−2.529 |
|
132 |
|
127 |
||||||
Sonstiges betriebliches Ergebnis |
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−7.029 |
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−5.338 |
|
−4.680 |
|
−4.125 |
|
−2.199 |
|
−1.211 |
|
−151 |
|
−2 |
||||||
Operatives Ergebnis |
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8.868 |
|
19.060 |
|
5.279 |
|
16.300 |
|
3.708 |
|
3.119 |
|
−119 |
|
−358 |
||||||
Operative Umsatzrendite (in %) |
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2,8 |
|
5,9 |
|
1,8 |
|
5,6 |
|
6,0 |
|
5,3 |
|
– |
|
– |
||||||
Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen |
|
930 |
|
375 |
|
1.138 |
|
526 |
|
−208 |
|
−151 |
|
– |
|
– |
||||||
Zinsergebnis und Übriges Finanzergebnis |
|
−491 |
|
−2.629 |
|
292 |
|
−1.253 |
|
−159 |
|
26 |
|
−624 |
|
−1.402 |
||||||
Finanzergebnis |
|
439 |
|
−2.255 |
|
1.430 |
|
−728 |
|
−367 |
|
−125 |
|
−624 |
|
−1.402 |
||||||
Ergebnis vor Steuern |
|
9.307 |
|
16.806 |
|
6.709 |
|
15.572 |
|
3.340 |
|
2.994 |
|
−742 |
|
−1.761 |
||||||
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
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−2.403 |
|
−4.411 |
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||||||
Ergebnis nach Steuern |
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6.904 |
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12.394 |
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UMSATZANTEILE NACH MÄRKTEN 2025
in Prozent
UMSATZANTEILE NACH BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEN 2025
in Prozent
Im Geschäftsjahr 2025 nahm das Ergebnis vor Steuern des Volkswagen Konzerns um 7,5 Mrd. € auf 9,3 Mrd. € ab. Die Umsatzrendite vor Steuern ging auf 2,9 (5,2) % zurück. Aus den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergab sich ein Aufwand in Höhe von 2,4 (4,4) Mrd. €. Die daraus resultierende Steuerquote belief sich auf 25,8 (26,3) %. Im Juli 2025 wurde in Deutschland eine Änderung des Körperschaftsteuergesetzes verabschiedet. Infolgedessen wird der Körperschaftsteuersatz stufenweise ab 2028 von 15 auf 10 % abgesenkt. Dies führte im Geschäftsjahr 2025 zu einem Ertrag von 0,9 Mrd. € aus der Bewertung von latenten Steueransprüchen und latenten Steuerschulden der deutschen Konzernunternehmen. Dem gegenüber wirkte die Abschreibung auf den Goodwill von Porsche nicht steuermindernd, so dass sich eine Konzernsteuerquote auf Vorjahresniveau ergab. Das Ergebnis nach Steuern sank im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Mrd. € auf 6,9 Mrd. €.
Ertragslage im Konzernbereich Automobile
Im Zeitraum Januar bis Dezember 2025 verzeichnete der Konzernbereich Automobile Umsatzerlöse auf dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 290,4 (290,6) Mrd. €. Der ohne die chinesischen Gemeinschaftsunternehmen gestiegene Fahrzeugabsatz hatte einen positiven, die Wechselkursentwicklung einen negativen Einfluss. Mit 244,5 (241,5) Mrd. € lagen die Umsatzerlöse im Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in der Größenordnung des Vorjahres. Auch hier wirkte der ohne die chinesischen Gemeinschaftsunternehmen gestiegene Fahrzeugabsatz, dem negative Wechselkurse entgegenstanden. Das Segment Nutzfahrzeuge verfehlte mit 42,5 (46,2) Mrd. € im Wesentlichen aufgrund rückläufiger Volumina das Vorjahr spürbar. Die Geschäftsentwicklung des Konzerns auf dem chinesischen Pkw-Markt schlägt sich im Wesentlichen nur in Form von Lieferungen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen in den Umsatzerlösen des Konzerns nieder, da unsere chinesischen Joint Ventures At Equity bilanziert werden.
Die Kosten der Umsatzerlöse erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überproportional zu den Umsatzerlösen. Hierin enthalten waren vor allem gestiegene Materialkosten, Aufwendungen im Zusammenhang mit der geänderten Produktplanung von Porsche sowie Belastungen resultierend aus den von den USA seit April 2025 erhöhten Einfuhrzöllen und aus der CO2-Flottenregulierung in Europa. Die primären Forschungs- und Entwicklungskosten des Konzernbereichs Automobile fielen im Berichtsjahr mit 19,4 (21,0) Mrd. € um −7,7 % niedriger aus als ein Jahr zuvor; ihr Anteil an den Umsatzerlösen des Konzernbereichs Automobile – die Forschungs- und Entwicklungskostenquote (F&E-Quote) – ging auf 6,7 (7,2) % zurück. Die Investitionsquote, die sich aus der F&E- und der Sachinvestitionsquote zusammensetzt, nahm auf 11,8 (13,0) % ab. Neben der umweltfreundlichen Ausrichtung unseres Produktportfolios standen vor allem der Ausbau unserer Batteriekompetenz, die Entwicklung von Software und neuen Plattformen sowie der Aufbau neuer Technologien im Mittelpunkt. Die Aktivierungsquote belief sich auf 48,1 (48,7) %. Die ergebniswirksam verrechneten Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich insbesondere aufgrund der Wertberichtigung auf aktivierte Projektkosten von Porsche auf 18,4 (18,0) Mrd. €.
Mio. € |
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2025 |
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20241 |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
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||||||||
Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt |
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19.412 |
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21.030 |
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davon: aktivierte Entwicklungskosten |
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9.343 |
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10.244 |
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Aktivierungsquote in %2 |
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48,1 |
|
48,7 |
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Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten |
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8.365 |
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7.209 |
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Ergebniswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten |
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18.434 |
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17.995 |
||||||||
Forschungs- und Entwicklungskostenquote in % (F&E-Quote)3 |
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6,7 |
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7,2 |
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Im Geschäftsjahr 2025 blieben sowohl die Vertriebs- als auch die Verwaltungskosten sowie ihr jeweiliger Anteil an den Umsatzerlösen gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Das Sonstige betriebliche Ergebnis belief sich auf −4,7 (−4,1) Mrd. € und war vor allem durch die Wertberichtigung des dem Geschäftssegment Porsche zugeordneten Goodwill belastet. Außerdem hatten gestiegene negative Wechselkurse einen negativen Einfluss. Die Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen halbierten sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024. Zudem wirkten Effekte aus der Fair-Value-Bewertung von Derivaten außerhalb des Hedge Accounting positiv.
Das Operative Ergebnis des Konzernbereichs Automobile ging im Zeitraum Januar bis Dezember 2025 um 11,0 Mrd. € auf 5,3 Mrd. € zurück. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultierte insbesondere aus nicht zahlungswirksamen Wertberichtigungen auf den Goodwill und aktivierte Projektkosten sowie aus weiteren Aufwendungen im Zusammenhang mit der veränderten Produktplanung von Porsche. Zusätzliche Belastungen ergaben sich in Verbindung mit den seit Anfang April 2025 erhöhten Einfuhrzöllen der USA. Darüber hinaus wirkte sich die CO2-Flottenregulierung in Europa ergebnisbelastend aus. Außerdem dämpften eine negativ wirkende Mix-, Preis- und Wechselkursentwicklung sowie steigende Aufwendungen für den Aufbau des Geschäftsfelds Battery das Ergebnis. Die Belastungen aus Restrukturierungsmaßnahmen halbierten sich im Berichtsjahr. Die operative Umsatzrendite sank auf 1,8 (5,6) %. Das Operative Ergebnis des Segments Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in Höhe von 5,0 (13,7) Mrd. € ging im Zeitraum Januar bis Dezember 2025 im Wesentlichen aufgrund der oben genannten Sachverhalte zurück. Im Segment Nutzfahrzeuge führten vor allem Volumenrückgänge zu einer Reduzierung des Operativen Ergebnisses um 1,8 Mrd. € auf 2,4 Mrd. €. Aus unseren At Equity einbezogenen chinesischen Joint Ventures berücksichtigen wir im Operativen Ergebnis im Wesentlichen nur das Ergebnis aus den Lieferungen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen sowie Lizenzeinnahmen, da die Ergebnisse dieser Joint Ventures im Finanzergebnis anteilig bilanziert werden.
Ertragslage im Konzernbereich Finanzdienstleistungen
Mit 62,1 Mrd. € übertrafen die Umsatzerlöse des Finanzdienstleistungsbereichs im Geschäftsjahr 2025 den Vorjahreswert volumenbedingt um 5,7 %. Die Kosten der Umsatzerlöse erhöhten sich bei volumenbedingt höheren Abschreibungen auf die Restwerte von vermieteten Fahrzeugen unterproportional. Das Bruttoergebnis stieg in der Folge auf 9,7 (8,1) Mrd. €.
Das Operative Ergebnis des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen fiel mit 3,7 (3,1) Mrd. € höher aus als im Vorjahr. Der Anstieg war im Wesentlichen volumen- und margenbedingt. Der Vorjahreszeitraum war durch Währungskursverluste im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung der Volkswagen Bank Rus belastet. Die operative Umsatzrendite erhöhte sich auf 6,0 (5,3) %. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern belief sich auf 7,4 (6,8) %.