Geschäftsmodell, Wertschöpfungskette und Strategie
Geschäftsmodell und Konzernstruktur
Die Erläuterungen des Geschäftsmodells sowie der Konzernstruktur sind im Kapitel „Struktur und Geschäftstätigkeit“ zu finden.
Wertschöpfungskette des Volkswagen Konzerns
Der Geschäftsbetrieb des Volkswagen Konzerns basiert auf einer weitverzweigten und komplexen Wertschöpfungskette. Sowohl vorgelagerte als auch nachgelagerte Prozessschritte dieser Wertschöpfungskette werden zunehmend vertikal in den eigenen Geschäftsbereich integriert.
Vorgelagerte Wertschöpfungskette
Der vorgelagerte Bereich der Wertschöpfungskette (Upstream) umfasst die Gewinnung von Rohstoffen sowie die Produktion von Komponenten und Bauteilen. Der Volkswagen Konzern unterhält enge Beziehungen zu zahlreichen Zulieferern, die Rohstoffe und Vorprodukte bereitstellen.
Darüber hinaus betreibt der Konzern eigene Fertigungsstätten und Werke, in denen wesentliche Bauteile wie Motoren, Getriebe und Fahrwerke produziert werden. Durch die Kontrolle über diese wesentlichen Produktionsschritte sollen hohe Qualitätsstandards gewährleistet und gleichzeitig innovative Technologien und Verfahren direkt implementiert werden.
Dies wird ebenso durch unsere enge Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Zulieferern, die spezialisierte Komponenten und Dienstleistungen bereitstellen, unterstützt.
Kerngeschäft
Das Kerngeschäft (Core Business) umfasst folgende zentrale Aktivitäten: die Entwicklung von Fahrzeugen, Motoren, Fahrzeugsoftware und -batterien, die Produktion und den Vertrieb von Pkw, leichten Nutzfahrzeugen, Lkw, Bussen und Motorrädern sowie das Geschäft mit Originalteilen und Komponenten. Besonders relevante Stakeholder in diesem Bereich sind die Beschäftigten sowie der Betriebsrat.
In der Entwicklungsphase investiert der Volkswagen Konzern in fortschrittliche Technologien und innovative Designs mit dem Ziel, hochmoderne und umweltfreundliche Fahrzeuge zu produzieren. Die Fertigung erfolgt in weltweit verteilten Produktionsstätten, die auf Effizienz und Qualität ausgerichtet sind. Effiziente Logistikprozesse sollen eine nahtlose Integration aller Schritte gewährleisten, von der Produktion bis zur Auslieferung, und gleichzeitig zur Reduktion von Emissionen und Kosten beitragen. Der Vertrieb erfolgt über ein globales Netzwerk von Händlern und Vertriebsstellen, die den Kundinnen und Kunden die Fahrzeuge zeitnah und zuverlässig zur Verfügung stellen sollen.
Hier schließt sich die Wertschöpfungskette des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen mit seiner Palette an Dienstleistungen von Fahrzeugleasing und Fahrzeugfinanzierung, Versicherungen sowie weiteren fahrzeugnahen Mobilitätsprodukten an – sowohl für Privatkunden als auch für gewerbliche Einzelabnehmer und Flottenkunden. Darüber hinaus bieten die Händler und Geschäftspartner auch Wartungsverträge an.
Nachgelagerte Wertschöpfungskette
Der nachgelagerte Bereich der Wertschöpfungskette (Downstream) umfasst die Nutzungsphase des Fahrzeugs sowie das End-of-Life-Management. In dieser Phase spielen die Nutzung der Fahrzeuge und die damit verbundenen Dienstleistungen eine zentrale Rolle. Die Händler und Servicepartner bieten umfangreiche Service- und Reparaturdienstleistungen an und sollen sicherstellen, dass Kundinnen und Kunden stets Zugriff auf qualitativ hochwertige Ersatzteile haben. Hinzu kommt das wachsende Segment der Mobilitätsdienstleistungen, das den Kundenbedürfnissen nach Flexibilität und Komfort Rechnung trägt. Einerseits sind dies Fahrzeugangebote nach Bedarf, wie Leasing, Vermietung oder Auto-Abonnements an Endkunden. Andererseits wird MOIA als Anbieter autonomer Mobilitätsdienste die Betreiber zukünftiger autonomer Ridepooling-Flotten mit einer schlüsselfertigen Plattform unterstützen. Sie bietet alle notwendigen Dienstleistungen von Flottenmanagement und Buchungssystemen über Software-Integration bis hin zu Betriebsunterstützung und Schulungen.
Der schnelle Ausbau der Ladeinfrastruktur ist und bleibt eine wichtige Voraussetzung für den Hochlauf der E-Mobilität. Daher treibt der Volkswagen Konzern den Aufbau der Ladeinfrastruktur mit seinen Partnern der Marke Elli in Europa, CAMS in China und Electrify America in Nordamerika voran. Elli ist auch im Energiegeschäft aktiv und verfolgt das Ziel, sich vom Anbieter von Ladeinfrastruktur zum ganzheitlichen Energieserviceprovider zu wandeln.
Das End-of-Life-Management ist ein integraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie des Volkswagen Konzerns. Im Fokus stehen dabei das Produkt- und Batterierecycling. Darüber hinaus ermöglicht es im Rahmen von zirkulären Materialien den Zugriff auf unsere Rohstoffe aus Gebrauchtfahrzeugen.
Konzernstrategie
KERNTHEMEN UND IMPERATIVE DER GROUP STRATEGY
Nachhaltigkeit ist im Volkswagen Konzern verankert und fester Bestandteil unserer Konzernstrategie, welche im Kapitel „Ziele und Strategien“ des Konzernlageberichts dargestellt ist. Unsere Konzernnachhaltigkeitsstrategie regenerate+ ist im Imperativ „Elevate Sustainability“, welcher dem Kernthema „Focus on Fundamentals“ zugeordnet ist, fest in der Konzernstrategie verankert.
Konzernnachhaltigkeitsstrategie
Mit unserer Konzernnachhaltigkeitsstrategie regenerate+ setzen wir wichtige und zielorientierte Impulse. Die Gesellschaft braucht ein Engagement, das einen positiven Mehrwert erzielt, um zur Regenerationsfähigkeit unseres Planeten beizutragen und für jetzige und zukünftige Generationen eine lebenswerte Zukunft zu gestalten. Wir wollen dazu einen Beitrag leisten und verstehen dabei Nachhaltigkeit breit und umfassend – ökologisch, sozial und ökonomisch. Unsere Vision ist es, ein Mobilitätsanbieter mit positivem Mehrwert für Natur und Gesellschaft zu werden. Wir pflegen dazu eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und konstruktiven Austausch mit unseren Stakeholdern, um zu lernen und uns weiter zu verbessern.
Die Nachhaltigkeitsstrategie regenerate+ ist für den gesamten Volkswagen Konzern gültig, das heißt für die Konzernstellen, für alle Marken und Gesellschaften. Auf diese Weise umfasst sie unsere Produkte, Dienstleistungen und Stakeholder, inklusive unserer Kundinnen und Kunden. Mit der regenerate+ wollen wir uns als Volkswagen Konzern differenzieren und ermöglichen gleichzeitig unseren Marken, sich in ihrem spezifischen Marktumfeld zu positionieren.
Gemeinsam folgen wir einer Vision für den Volkswagen Konzern und treiben eine nachhaltige Wertschöpfung voran. Die Transformation zu einem nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen ist ein Prozess, wir sind stetig in Bewegung. Dabei überprüfen wir unsere Ziele regelmäßig und passen sie fortlaufend an. Unsere Konzernnachhaltigkeitsstrategie regenerate+ zeichnet sich durch Maßnahmen in vier Dimensionen aus: Natur, Unsere Belegschaft, Gesellschaft und Business.
Dimensionen von regenerate+
Natur
Der Volkswagen Konzern hat sich in der Konzernnachhaltigkeitsstrategie als zentrales Ziel gesetzt, mehr zu erreichen als nur die Reduktion von Emissionen. Die Vision besteht darin, einen positiven Einfluss auf Mensch und Umwelt auszuüben sowie mithilfe regenerativer Maßnahmen zu einer Wiederherstellung und Verbesserung von Ökosystemen und Lebensbedingungen beizutragen.
Klimaschutz: Der Volkswagen Konzern will ein bilanziell CO2-neutrales Unternehmen werden
Der Volkswagen Konzern bekennt sich zum Pariser Klimaschutzabkommen. Bis 2050 beabsichtigen wir, ein bilanziell CO2-neutrales Unternehmen zu sein. Das Zwischenziel: Bis 2030 soll sich der CO2-Fußabdruck in der Nutzungsphase unserer Pkw und leichten Nutzfahrzeuge um 30 % (gegenüber 2018) pro von unseren Kundinnen und Kunden gefahrenem Kilometer verringern.
Die Produktionsstandorte weltweit sollen zudem bis 2040 bilanziell CO2-neutral sein −10 Jahre früher als ursprünglich geplant. Dafür sollen unter anderem die Treibhausgasemissionen bis 2040 im Vergleich zu 2018 um 90 % reduziert werden. Das will der Volkswagen Konzern zum Beispiel durch die Umstellung der Energieversorgung und Steigerung der Energieeffizienz erreichen. So soll bis 2030 der externe Strombezug aller Standorte zu 100 % aus CO2-neutralen Quellen stammen. Derzeit stammt bereits der externe Strombezug der europäischen Werke zu 100 % aus erneuerbaren Energien.
Im Rahmen der strategischen Vision der Zero Impact Factory verfolgen wir das Ziel, die absoluten Umweltauswirkungen unserer Produktionsstandorte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge sowie Komponenten gegenüber 2018 stufenweise um 37,5 % bis 2030, um 68,8 % bis 2040 und anschließend weiter in Richtung bilanzieller Neutralität im Jahr 2050 zu reduzieren. Weiterführende Informationen zum Themenfeld Klimaschutz befinden sich unter Umweltinformationen im Kapitel „Klimawandel“.
Ressourcen: Der Volkswagen Konzern arbeitet daran, den Bedarf an primären Rohstoffen fortlaufend zu reduzieren
Die Endlichkeit natürlicher Ressourcen sowie soziale und ökologische Folgen des Rohstoffabbaus machen die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft zu einem zentralen Nachhaltigkeitsthema. Dabei steht vor allem die Ressourcenschonung im Fokus. Der Volkswagen Konzern hat sich hierzu konzernweit Ambitionen gesetzt: Wir streben an, bis zum Jahr 2040 in unseren Pkw und leichten Nutzfahrzeugen einen Anteil von 40 % an zirkulären Materialien einzusetzen. Dies gilt für Fahrzeugprojekte mit einem Produktionsstart ab 2040 (exklusive China). Als zirkuläre Materialien definieren wir im Konzern Materialien aus technischen oder natürlichen Kreisläufen, also neben Rezyklat auch biobasierte oder CO2-basierte Materialien. Bereits jetzt sind in der gesamten ID.-Familie Dachhimmel, Stoffe, Teppiche, Sitze, Türverkleidungen und Dekorflächen aus recycelten Materialien, beispielweise Sitzbezüge mit Garn aus Meereskunststoffen und recycelten PET-Flaschen, enthalten. Weiterführende Informationen zum Themenfeld Ressourcen befinden sich unter Umweltinformationen im Kapitel „Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft“.
Ökosystem: Der Volkswagen Konzern fördert die Biodiversität
Die Herstellung und der Betrieb unserer Fahrzeuge durch unsere Kundinnen und Kunden haben durch Emissionen, Flächenverbrauch und Transport einen Einfluss auf die Biodiversität. Diesem Einfluss wollen wir entgegenwirken, indem wir daran arbeiten, unsere Landnutzung zu reduzieren und so einen Mehrwert für die Natur und die Verbesserung der Artenvielfalt zu erzielen. Wir streben an, Biodiversität nicht nur zu erhalten, sondern sie entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis hin zum Recycling – zu fördern. Der Volkswagen Konzern ist sich seiner Verantwortung bewusst. Wir unterstützen weltweit Naturschutzprojekte und engagieren uns seit 2007 für den Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt. Als Gründungsmitglied der Initiative Biodiversity in Good Company e.V. erkennen wir die drei Ziele des internationalen Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD – Convention on Biological Diversity) an. Wir haben zudem entsprechende Handlungsfelder definiert, um im Rahmen unseres wirtschaftlichen Handelns unseren Beitrag zum Erreichen dieser Ziele zu leisten. Darüber berichten wir alle zwei Jahre in unserem Fortschrittsbericht.
Zur Förderung der biologischen Vielfalt über die eigene Wertschöpfungskette hinaus hat der Volkswagen Konzern im Jahr 2025 einen Biodiversitätsfonds für externe Natur- und Biodiversitätsprojekte initiiert. Der Fonds ist mit bis zu 25 Mio. € pro Jahr ausgestattet und hat eine geplante Laufzeit von fünf Jahren (2025 – 2029). Ziel ist es, wirkungsvolle Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität außerhalb der Konzernstandorte und der Lieferkette zu ermöglichen. Weiterführende Informationen zum Themenfeld Ökosystem befinden sich unter Umweltinformationen im Kapitel „Biologische Vielfalt und Ökosysteme“.
Unsere Belegschaft
Der Volkswagen Konzern ist ein sozialer Arbeitgeber. Wir stehen für eine vielfältige, inklusive und diskriminierungsfreie Kultur. Durch faire Löhne tragen wir an unseren Standorten zur Sicherung des Lebensstandards unserer Beschäftigten bei. Wir investieren umfassend in die Qualifizierung, Sicherheit und Gesundheit unserer Beschäftigten.
Kultur: Der Volkswagen Konzern fördert eine vielfältige, inklusive und diskriminierungsfreie Kultur
Im Volkswagen Konzern lehnen wir Diskriminierung in jeder Form ab. Wir fördern das partnerschaftliche Verhalten am Arbeitsplatz und engagieren uns für Inklusion. Wir sind überzeugt, dass Integrität und Compliance nur in einer angstfreien Kultur gelebt werden können, und wir schaffen hierfür die Voraussetzungen. Ein besonderes Anliegen ist uns die Erhöhung des Frauenanteils auf allen Ebenen der Belegschaft. Als ein traditionell von Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie technischen Fachkräften dominiertes Unternehmen stehen wir wie alle Automobilunternehmen vor besonderen Herausforderungen.
Wichtig ist uns Vielfalt im Hinblick auf Kultur, Herkunft und Muttersprache. Wir messen jährlich im Rahmen des Diversity-Indexes den Internationalisierungsgrad im Top-Management des Volkswagen Konzerns und unser Ziel ist es, diesen kontinuierlich zu steigern. Für das Jahr 2025 war eine Steigerung des Diversity-Indexes auf 154 geplant. Dieser Zielwert für 2025 wurde mit dem Wert von 168 übertroffen. Weiterführende Informationen zur Ausgestaltung des Diversity-Indexes befinden sich unter Sozialinformationen im Kapitel „Beschäftigte und Fremdarbeitskräfte“ unter der Überschrift „Ziele im Zusammenhang mit Gleichbehandlung und Chancengerechtigkeit“.
Belegschaft: Der Volkswagen Konzern möchte ein einzigartiger Arbeitgeber sein und Teams zum Erfolg führen
Die Transformation der Automobilindustrie macht die Arbeit in einem Unternehmen wie dem Volkswagen Konzern facettenreicher und interessanter: Coding tritt neben klassische Ingenieurstätigkeiten, künstliche Intelligenz entlastet die Beschäftigten von Routinetätigkeiten und neben physische Produkte treten mehr und mehr digitale Geschäftsmodelle. Im Volkswagen Konzern möchten wir diese Vorteile ausspielen, um den Beschäftigten ein einzigartiges Arbeitserlebnis zu ermöglichen. Wichtig ist uns, dass unsere Beschäftigten beim Wandel mithalten können. Deswegen investieren wir umfangreich in Qualifizierung. Nähere Informationen hierzu befinden sich unter Sozialinformationen im Kapitel „Beschäftigte und Fremdarbeitskräfte“ unter dem Abschnitt „Arbeitsbedingungen“.
Arbeitsschutz und Gesundheitsprävention: Der Volkswagen Konzern steht für ganzheitlichen Gesundheits- und Arbeitsschutz
Die Gewährleistung eines sicheren und gesunden Arbeitsumfelds ist nicht nur wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen Unternehmensführung, sondern auch ein wichtiger Baustein der Arbeitgeberattraktivität. Arbeits- und gesundheitsschutzrelevante Risiken sollen so wirksam reduziert und Prozessstörungen vorgebeugt werden. Wir beabsichtigen in den kommenden Jahren, unsere Präventionsangebote für die Beschäftigten weiter auszubauen. Der Volkswagen Konzern setzt auf präventive Ansätze, um die physische und psychische Gesundheit und das Wohlergehen der Beschäftigten zu fördern. Auch im Bereich der Unfallstatistik ist unser Ziel, eine Unfallhäufigkeitsrate durchgängig für alle Marken und Gesellschaften auf einem führenden Niveau zu etablieren. Zur systematischen Steuerung und Qualitätssicherung unserer Aktivitäten im Bereich Gesundheit und Sicherheit sollen sich alle Produktionsstandorte des Volkswagen Konzerns mit mehr als 1.000 Beschäftigten bis Ende 2026 nach der Norm ISO 45001 zertifizieren lassen.
Gesellschaft
Der Volkswagen Konzern hat als einer der größten Automobilhersteller der Welt eine große Verantwortung gegenüber seinen Partnern, Stakeholdern und der Gesellschaft. Es geht uns nicht nur darum, dieser Verantwortung und Rolle gerecht zu werden, sondern darüber hinaus eine positive Wirkung zu erzeugen. Der ganzheitliche Ansatz von regenerate+ bildet die Basis, um gemeinsam mit den Partnern und Stakeholdern die Nachhaltigkeit voranzubringen.
Lieferkette: Der Volkswagen Konzern gestaltet verantwortungsvolle und nachhaltige Lieferketten
Der Volkswagen Konzern verfolgt das Ziel, nachhaltige Mobilität für kommende Generationen zu ermöglichen. Dazu gehört es, unserer rechtlichen, sozialen und ökologischen Verantwortung nicht nur im eigenen Konzern, sondern auch in unserer Lieferkette gerecht zu werden. Diese umfasst mehr als 63 Tausend Lieferantenstandorte in 93 Ländern weltweit. Ziel ist es, die Lieferkette des Volkswagen Konzerns verantwortungsvoll zu gestalten, indem Risiken für potenziell betroffene Personen identifiziert, mitigiert und minimiert werden. Wo möglich und über gesetzliche Anforderungen hinausgehend, können auch positive Wirkungen erzielt werden.
Unsere Ambition ist es, bis 2040 ausweisen zu können, dass umsatzbasiert über 95 % der relevanten direkten Lieferanten ein positives Sustainability Rating (S-Rating) haben. Weiterführende Informationen zum Themenfeld Lieferkette befinden sich unter Sozialinformationen im Kapitel „Nachhaltigkeit in der Lieferkette“.
Stakeholder: Der Volkswagen Konzern ist ein verlässlicher Partner
Der Volkswagen Konzern ist ein vertrauenswürdiger Partner und will das auch in Zukunft bleiben. Grundlage dafür ist nicht nur unsere lange Tradition, sondern vor allem unser klares Bekenntnis zu nachhaltiger Mobilität und gesellschaftlicher Verantwortung.
Als global agierendes Unternehmen beeinflussen unsere Geschäftsaktivitäten das Leben vieler Menschen. Daraus leiten wir die Verantwortung ab, gemeinsam mit unseren Stakeholdern den Rahmen unseres wirtschaftlichen Handelns aktiv mitzugestalten. Ein kontinuierlicher Austausch mit unseren Stakeholdern ist daher für uns von zentraler Bedeutung. Ziel dieses kritischen und konstruktiven Dialogs ist es, die Bedürfnisse unserer Stakeholder zu verstehen, Vertrauen aufzubauen und langfristige Partnerschaften zu etablieren. Weiterführende Informationen zum Themenfeld Stakeholder befinden sich im Abschnitt „Interessen und Standpunkte der Stakeholder“.
Gesellschaftliches Engagement: Der Volkswagen Konzern steigert die positive gesellschaftliche Wirkung
Die Gesellschaft ist ein Teil des Volkswagen Konzerns und dieser ist ein Teil der Gesellschaft. Das bringt auch die Verantwortung mit sich, positiv zu wirken – an den Standorten und über diese hinaus. Um dieses Ziel zu erreichen, unterstützt der Volkswagen Konzern verschiedene Projekte durch Spenden. Auch das direkte Engagement der Beschäftigten im Rahmen von Freiwilligenarbeit zahlt auf dieses Ziel ein. Mit der Konzernnachhaltigkeitsstrategie regenerate+ bündeln wir die Aktivitäten unter dem Begriff Societal Impact und bringen sie mit dem Rahmen des ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatzes in Einklang.
Das Hauptaugenmerk unserer Aktivitäten im Bereich Societal Impact liegt auf der Unterstützung von Corporate-Citizenship-Projekten in Form von Zukunfts-, Umwelt-, Bildungs- und Gemeinschaftsprojekten an vielen unserer Standorte auf der ganzen Welt. Neben Spenden des Konzerns, unserer Gesellschaften und der Beschäftigten hat der Volkswagen Konzern 2025 einen neuen Sustainability Impact Fund mit bis zu 20 Mio. € pro Jahr für Nachhaltigkeitsprojekte eingerichtet, um das gesellschaftliche Wirken zu verbessern. Weiterführende Informationen zum Themenfeld Societal Impact befinden sich unter Sozialinformationen im Kapitel „Societal Impact“.
Business
Das Geschäftsmodell des Volkswagen Konzerns wird durch den ganzheitlichen Ansatz von regenerate+ weiter vorangetrieben. Neue Geschäftsfelder, neue Produkte, Services und Finanzierungsmodelle erweitern und stärken dabei das Kerngeschäft und unterstützen dessen Transformation. Bei der nachhaltigen Ausrichtung seiner Geschäftsaktivitäten berücksichtigt der Volkswagen Konzern auch die Anforderungen und das Feedback von Investoren sowie Erkenntnisse aus relevanten Ratings.
Umsatz: Der Volkswagen Konzern nutzt und fördert nachhaltigkeitsorientierte Geschäftsfelder
Nachhaltigkeit bleibt ein Leitmotiv für das wirtschaftliche Handeln. Treiber hierfür sind die zunehmend wahrnehmbaren Folgen des Klimawandels, das geschärfte Kundenbewusstsein für eine nachhaltige Lebensweise und nicht zuletzt selbstverpflichtende Rahmenbedingungen wie zum Beispiel das Pariser Klimaschutzabkommen.
Zentral für die Reduktion der durch den Straßenverkehr verursachten Emissionen ist die Elektromobilität. 2025 lag der BEV-Anteil an den Auslieferungen des Volkswagen Konzerns bei 10,9 % (8,2 %).
Seit 2023 investiert der Volkswagen Konzern zusätzlich über den Venture Capital Fonds Leitmotif gezielt in die Dekarbonisierung. Leitmotif wurde mit einem Ankerinvestment von 300 Mio. USD aufgelegt und verfolgt das Ziel, innovative Technologien und Lösungen entlang der gesamten Mobilitätswertschöpfungskette und darüber hinaus zu fördern und deren Marktreife zu beschleunigen.
Weiterführende Informationen zum Themenfeld Umsatz befinden sich unter Umweltinformationen im Kapitel „EU-Taxonomie“.
Finanzierung: Der Volkswagen Konzern stärkt und intensiviert nachhaltige Finanzierungen
Nachhaltigkeits- und klimaschutzbezogene Geschäftsaktivitäten sind für den Volkswagen Konzern von zentraler strategischer und operativer Bedeutung. Sie bilden eine wichtige Säule der Konzernnachhaltigkeitsstrategie und haben einen hohen Einfluss auf Investitionsentscheidungen. Dementsprechend ist es unser Ziel, nachhaltigkeitsorientierte Finanzierung aktiv mitzugestalten.
Bis 2030 strebt der Volkswagen Konzern an, dass mindestens 30 % des ausstehenden Anleihevolumens über Grüne Anleihen (Green Bonds) finanziert sind. Bis 2040 will der Volkswagen Konzern diesen Anteil auf 50 % ausbauen. Um diese Ziele zu erreichen, wird schon heute die Mehrheit des jährlichen Anleihe-Emissionsvolumens in Euro im sogenannten grünen Format beziehungsweise im Rahmen des Klassifizierungssystems der EU-Taxonomie begeben. Weiterführende Informationen zum Themenfeld Finanzierung befinden sich unter Umweltinformationen im Kapitel „EU-Taxonomie“.