Entwicklung der Weltwirtschaft
Unseren Planungen liegt die Annahme zugrunde, dass die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2026 insgesamt mit einer im Vergleich zu 2025 ähnlichen Dynamik wachsen wird. Die nachlassende Inflation in wichtigen Wirtschaftsregionen und die daraus resultierende graduelle Lockerung der Geldpolitik sollten sich positiv auf die private Nachfrage auswirken. Risiken sehen wir weiterhin in einer zunehmenden Fragmentierung der Weltwirtschaft und protektionistischen Tendenzen, in Turbulenzen auf den Finanz-, Energie- und Rohstoffmärkten sowie in strukturellen Defiziten einzelner Länder. Die Wachstumsaussichten werden zudem von anhaltenden geopolitischen Spannungen und Konflikten belastet; Risiken bergen insbesondere der Russland-Ukraine-Konflikt, die Auseinandersetzungen im Nahen Osten sowie zunehmende Unsicherheiten im Zusammenhang mit der wirtschaftspolitischen Ausrichtung der USA und der globalen Zunahme geoökonomischer Maßnahmen, die geopolitische Spannungen weiter verschärfen können. Wir gehen davon aus, dass die fortgeschrittenen Volkswirtschaften im Durchschnitt eine ähnliche und die Gruppe der Schwellenländer eine etwas niedrigere Dynamik aufweisen werden als im Berichtsjahr.
Wir rechnen außerdem damit, dass die Weltwirtschaft bis 2030 mit stabilen Veränderungsraten weiter wachsen wird.
Europa/Übrige Märkte
In Westeuropa erwarten wir für 2026 eine etwas niedrigere Wachstumsrate der Wirtschaft als im Berichtsjahr und eine im Durchschnitt weiter rückläufige Inflationsrate, jedoch keine damit einhergehenden zusätzlichen Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB).
In Zentraleuropa gehen wir für das Jahr 2026 von einer etwas höheren Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahr aus, bei zum Teil anhaltend hohen, aber vergleichsweise weniger dynamischen Preisanstiegen. Die Wirtschaftsleistung Osteuropas sollte sich nach dem starken Einbruch im Jahr 2022 infolge des Russland-Ukraine-Konflikts mit einer ähnlichen Dynamik wie im Berichtsjahr weiter erholen.
Deutschland
Wir erwarten, dass sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2026 positiv entwickelt, mit einer im Vergleich zum Vorjahr etwas höheren Wachstumsrate. Die deutsche Inflationsrate sollte sich im Jahresdurchschnitt etwas verringern, während sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt voraussichtlich kaum verbessern wird.
Nordamerika
Wir gehen davon aus, dass das Wirtschaftswachstum in den USA im Jahr 2026 weiterhin stabil ausfällt und die Inflationsrate im Durchschnitt eine ähnliche Dynamik aufweist wie im Vergleichszeitraum der Vorperiode. Die US-Notenbank dürfte im Laufe des Jahres 2026 voraussichtlich weitere Leitzinssenkungen durchführen. In Kanada gehen wir von einer etwas niedrigeren Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahr aus, während in Mexiko das Wirtschaftswachstum etwas höher als im Berichtsjahr ausfallen sollte.
Südamerika
Die brasilianische Wirtschaft wird aller Voraussicht nach im Jahr 2026 eine positive Veränderungsrate aufweisen, die aber etwas niedriger ausfällt als im Berichtsjahr. In Argentinien sollte weiterhin ein positives Wachstum zu verzeichnen sein, voraussichtlich ebenfalls auf etwas niedrigerem Niveau.
Asien-Pazifik
Das chinesische BIP wird im Jahr 2026 wahrscheinlich mit einer relativ hohen Veränderungsrate wachsen, welche etwas geringer ausfallen sollte als im Vorjahr. Das Wirtschaftswachstum Indiens sollte eine etwas niedrigere Dynamik aufweisen als im Berichtsjahr, während Japans Wirtschaftsleistung gegenüber 2025 ebenfalls wachsen sollte, allerdings mit einer voraussichtlich etwas geringeren Rate.