Investitions- und Finanzplanung
Um unsere Kundinnen Kunden weltweit mit einem starken Produktportfolio und einem attraktiven Serviceangebot im gesamten Kunden- und Produktlebenszyklus zu begeistern, treiben wir im Rahmen der Umsetzung unserer Konzernstrategie die Transformation von Volkswagen zu einem „Global Automotive Tech Driver“ voran. Dabei wollen wir unser volles Unternehmenspotenzial durch wettbewerbsfähige Technologien sowie die effiziente Nutzung von Konzernsynergien ausschöpfen.
In unserer aktuellen Planung für das Jahr 2026 fließt der Großteil der Sachinvestitionen (Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungskosten) in die Produktion von Elektrofahrzeugen sowie in die zugehörigen Batterietechnologien und elektrischen Baukästen und Plattformen, die zentrale Bestandteile der Transformation in der Mobilitätsindustrie darstellen.
Insbesondere vor dem Hintergrund des verzögerten Hochlaufs der Elektromobilität behalten wir angesichts der sich verändernden Marktbedingungen weiterhin auch die Attraktivität unserer konventionellen Fahrzeuge, Baukästen und Plattformen im Fokus. Dies spiegelt sich auch in der strategischen Anpassung der Investitionsplanung wider, in der auch weiterhin Investitionen in unser Portfolio von Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben vorgesehen sind. Ziel ist es, eine ausgewogene Balance zwischen Fahrzeugen mit vollelektrischen, hybriden und konventionellen Antrieben zu schaffen, um die Kundenbedürfnisse differenziert zu bedienen.
Weitere Schwerpunkte unserer Sachinvestitionen bilden die Digitalisierung unserer Produkte und Standorte, Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und Förderung nachhaltiger Produktionsprozesse sowie der Ausbau der Marktpräsenz unter anderem in Nordamerika (mit der Marke Scout) und China, wo wir unsere lokalen Aktivitäten ebenfalls erhöhen werden.
Neben den Sachinvestitionen umfasst die Investitionstätigkeit auch die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten. Sie spiegeln ebenso wie die Sachinvestitionen unter anderem die Vorleistungen für die Erneuerung und Elektrifizierung der Modellpalette sowie für Zukunftstechnologien wider. Darin enthalten sind auch Leistungen für die Softwarearchitekturen der Zukunft mit einem synergetischen Ansatz für die konzernweite Nutzung.
Mit den Investitionen in unsere Werke und Modelle, in die Entwicklung elektrifizierter Antriebe, Plattformen sowie in die Digitalisierung schaffen wir die Voraussetzung für profitables, nachhaltiges Wachstum bei Volkswagen und wollen so unsere Zukunftsfähigkeit sicherstellen. In den Investitionen enthalten sind auch verpflichtende Umfänge, die auf Entscheidungen aus abgeschlossenen Geschäftsjahren beruhen. Im Konzernbereich Automobile gehen wir für 2026 davon aus, dass die Investitionsquote zwischen 11 und 12 % liegen wird.
Wir wollen die Investitionen im Automobilbereich aus eigener Kraft finanzieren und gehen davon aus, dass der Cashflow aus dem laufenden Geschäft den Investitionsbedarf des Konzernbereichs Automobile übertreffen wird. Den Netto-Cashflow des Jahres 2026 erwarten wir zwischen 3 bis 6 Mrd. €. Darin sind vor allem Liquiditätsabflüsse für Zukunftsinvestitionen enthalten. Die Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile wird 2026 voraussichtlich zwischen 32 und 34 Mrd. € liegen.
Diese Planung beruht auf den derzeitigen Strukturen des Volkswagen Konzerns.
Unsere At Equity einbezogenen Joint Ventures in China sind nicht in den oben genannten Zahlen enthalten. Für 2026 planen diese Gemeinschaftsunternehmen in die Elektromobilität, die weitere Optimierung des Modellportfolios, die Entwicklung neuer Mobilitätslösungen sowie in die Digitalisierung (insbesondere in Software) zu investieren. Die Sachinvestitionen werden dabei voraussichtlich über dem Niveau von 2025 liegen und aus eigenen Mitteln finanziert werden.
Im Konzernbereich Finanzdienstleistungen planen wir für 2026 Investitionen, die über dem Wert des Vorjahres liegen. Im Working Capital gehen wir davon aus, dass die Entwicklung des Vermietvermögens und der Forderungen aus Leasing-, Kunden- und Händlerfinanzierungen zu einer Mittelbindung führen wird, die rund zur Hälfte aus dem Brutto-Cashflow finanziert werden soll. Wie in der Branche üblich, soll der verbleibende Mittelbedarf vor allem durch unbesicherte Anleihen am Geld- und Kapitalmarkt, die Ausgabe von Asset Backed Securities, Kundeneinlagen aus dem Direktbankgeschäft sowie durch die Nutzung internationaler Kreditlinien gedeckt werden.