Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Die Endlichkeit natürlicher Ressourcen sowie soziale und ökologische Folgen des Rohstoffabbaus machen die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft für uns zu einem zentralen Nachhaltigkeitsthema.
Wesentliche Auswirkungen und Risiken und ihr Zusammenspiel mit Der Strategie und dem Geschäftsmodell
Die Intensivierung der Kreislaufführung von Materialien trägt dazu bei, die negativen Umweltauswirkungen des Ressourcenverbrauchs zu reduzieren und der Verknappung von Rohstoffen entgegenzuwirken. Das macht sie für den Volkswagen Konzern zu einem zentralen Nachhaltigkeitsthema.
AUSWIRKUNGEN IN DEN BEREICHEN RESSOURCENZUFLÜSSE, EINSCHLIESSLICH RESSOURCENNUTZUNG, RESSOURCENABFLÜSSE UND ABFALL
| Beschreibung | Auswirkung/Risiko/ Chance | Tatsächliche/ potentielle Auswirkung | Wertschöpfungskette | Zeithorizont | ||||
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Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung |
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Durch die Verwendung von Sekundär-/Recyclingmaterialien wird die Nutzung nicht-erneuerbarer Ressourcen reduziert und Ressourcen werden nachhaltiger genutzt. Zum einen wird die Nutzungszeit von Ressourcen verlängert und zum anderen Treibhausgase reduziert sowie die Resilienz der Lieferketten gestärkt. |
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Diese Auswirkung geht von der hohen Nutzung nicht-erneuerbarer Ressourcen in Verbindung mit der Ressourcenintensität des Automobilsektors aus. |
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Durch vorgeschlagene zukünftige gesetzliche Verpflichtungen zur Verwendung bestimmter Kunststoffrezyklate kommt es zu erhöhten Beschaffungskosten für Rohstoffe. Die Folge kann eine Verringerung der Margen sowie der Rentabilität des Volkswagen Konzerns sein, wenn die Preissteigerungen nicht in voller Höhe an Kundinnen und Kunden weitergegeben werden können. |
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Durch die schwankende und teils limitierte Verfügbarkeit von Rohstoffen, die für die Herstellung von Batterien benötigt werden, sowie durch die Verschärfung von gesetzlichen Vorgaben zum Recycling alter Batterien kann es zu erhöhten Einkaufspreisen oder auch zu eingeschränkten Verfügbarkeiten (beispielsweise von Altbatterien) kommen. Die Folge kann eine Verringerung der Margen sowie der Rentabilität des Volkswagen Konzerns sein, wenn die Preissteigerungen nicht in voller Höhe an Kundinnen und Kunden weitergegeben werden können. |
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Es ist damit zu rechnen, dass durch eine anstehende Verschärfung der Gesetzgebung (Euro-7) Reifen mit zu hohem Abrieb und damit zu hoher Freisetzung von Mikroplastik an die Umwelt künftig nicht mehr zugelassen werden oder dass für solche Reifen Kompensationszahlungen zu leisten sind. In der Folge könnte es zu erhöhten Kosten kommen, da aktuell nur wenige Reifen die antizipierten Grenzwerte erreichen. Diese Reifen könnten dadurch deutlich teurer werden – zum einen aufgrund der erhöhten Rohstoffpreise und zum anderen aufgrund der steigenden Nachfrage in Verbindung mit der derzeit geringen Verfügbarkeit. |
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Ressourcenabflüsse |
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Der Konzern trägt durch verschiedene Aspekte zur Kreislaufwirtschaft bei, reduziert den Ressourcenabfluss durch die Förderung der Wiederverwertbarkeit von Produkten und verlängert die Lebensdauer von Produkten durch das Angebot von Reparaturdienstleistungen. |
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Die Herstellung von Produkten unter Einsatz von nicht-erneuerbaren Ressourcen und die aktuell bestehenden Herausforderungen im Recycling und der Reparierbarkeit in der nachgelagerten Wertschöpfungskette wirken sich ressourcenreduzierend aus. |
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Herausforderungen wie die unzureichende Verfügbarkeit von recycelten Materialien und Qualitätsprobleme bei den Rezyklaten können beispielsweise dazu führen, dass die vorgeschlagene regulatorische Rezyklatquote nicht erreicht wird. Dies könnte nach dem derzeitigen Entwurf der neuen Altfahrzeugverordnung mittelfristig zur ausbleibenden Erteilung der Typgenehmigung in der EU führen. Weiterführend ist auch regulativ zu klären, wie das Ziel der Kreislaufwirtschaft im Zusammenhang mit Materialverboten zukünftig geregelt wird. |
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Abfall |
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Abfall fällt vom Rohstoffabbau über die Produktion bis hin zum Ende der Nutzungsphase von Fahrzeugen an. |
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Chance |
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Positive Auswirkung |
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Tatsächliche Auswirkung |
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Vorgelagerte Wertschöpfungskette |
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Kurzfristiger Zeithorizont |
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Risiko |
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Negative Auswirkung |
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Potentielle Auswirkung |
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Eigener Geschäftsbereich |
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Mittelfristiger Zeithorizont |
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Nachgelagerte Wertschöpfungskette |
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Langfristiger Zeithorizont |
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Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
Die im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten Auswirkungen und Risiken haben Einfluss auf das Geschäftsmodell, die Strategie und die Wertschöpfungskette des Konzerns. Übergeordnet ist das Thema Kreislaufwirtschaft und Ressourcenzuflüsse im Rahmen der Konzernnachhaltigkeitsstrategie regenerate+ strategisch verankert. Zudem wurde im Oktober 2025 für das Thema Kreislaufwirtschaft das Group Strategy Framework auf Konzernebene verabschiedet. Dabei sind die zunehmende Kreislaufführung von Materialien, die Einführung und Etablierung relevanter Kreislaufstrategien sowie die Prüfung neuer Geschäftsmodelle zentrale Elemente. Weiter umfasst das Framework neben dem Zugriff und der Verwendung von Sekundärmaterialien bei Recycling auch das Thema Redesign, welches darauf abzielt, die Kreislauffähigkeit bereits beim Entwicklungsprozess und der Planung von Fahrzeugprojekten verpflichtend zu berücksichtigen. Gesetzlich besteht zudem eine hohe Wichtigkeit, den Zugriff auf Sekundärmaterialien und -rohstoffe aus Altfahrzeugen sicherzustellen, zum Beispiel durch eigenen Zugriff und Verwertung von Altfahrzeugen. Remanufacturing und Used Parts können zudem die zeitwertgerechte Verfügbarkeit von Fahrzeugteilen auch für preissensible Zielgruppen realisieren. Um die Lebensdauer für Fahrzeugteile zu verlängern, ist das Thema 2nd Life unter Reuse berücksichtigt. Neue Geschäftsmodelle werden fortlaufend mit den einzelnen Konzernmarken auf Basis relevanter Kreislaufstrategien eruiert und nach Skalierungspotenzial und Synergieeffekten priorisiert. Auch im Leitbild Umwelt goTOzero werden die weitere Verbesserung der Ressourceneffizienz, Ansätze zur Wiederverwertung und Recycling im Bereich von Werkstoffen fokussiert. Zudem ist das Thema Ressourceneffizienz im Code of Conduct für Geschäftspartner verankert.
Der Volkswagen Konzern reagiert auf den Einfluss dieser Auswirkungen und Risiken auf sein Geschäftsmodell, seine Strategie und Wertschöpfungskette im Bereich Kreislaufwirtschaft und Ressourcenzuflüsse mit folgenden Maßnahmen, um negative Auswirkungen und Risiken zu mindern und positive Auswirkungen zu stärken:
Die identifizierten Auswirkungen und das Risiko im Bereich Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung, wirken in der vorgelagerten Wertschöpfungskette und im eigenen Geschäftsbereich. In dem Bereich Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung, sollen beispielsweise die Nutzung von Primärrohstoffen durch den Einsatz von Rezyklaten und nachwachsenden Rohstoffen reduziert und markenübergreifende Arbeitsstrukturen für eine kreislauforientierte und ressourcenschonende Wirtschaftsweise aufgebaut werden. Die identifizierten Auswirkungen und Risiken im Bereich Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen betreffen sowohl den eigenen Geschäftsbereich als auch die nachgelagerte Wertschöpfungskette. Im Rahmen der Fahrzeugentwicklung werden Maßnahmen ergriffen, die auf Reparierfähigkeit und Recycling setzen und beispielsweise Kunststoffbauteile so kennzeichnen, dass sie später identifiziert und Materialien sortenrein getrennt werden können.
Die identifizierten Auswirkungen im Bereich Abfall zeigen sich entlang der Wertschöpfungskette. Um diesen entgegenzuwirken, werden an den Standorten im Konzern beispielsweise Produktionsabfälle recycelt, und es ist ein Abfallmanagement implementiert, das darauf abzielt, die Abfallmenge zu reduzieren und unvermeidbare Abfälle zu verwerten. Durch das Schließen von Kreisläufen soll das Abfallaufkommen weiter minimiert werden.
Mit weiteren Maßnahmen, die über den gesamten Lebensweg des Produkts und damit entlang der Wertschöpfungskette wirken, begegnet der Volkswagen Konzern den identifizierten Auswirkungen und Risiken. Hierunter fällt unter anderem die Hinwendung zu neuen zirkulären Geschäftsmodellen, die geprüft und realisiert werden sollen.
Managementkonzept: Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Die Themen Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft nehmen in der Konzernstrategie und der Konzernnachhaltigkeitsstrategie regenerate+ Schlüsselrollen ein und sind in einem zugehörigen Managementkonzept verankert.
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurden Auswirkungen und finanzielle Effekte für das Thema Kreislaufwirtschaft identifiziert, die sich konkret auf Ressourcenzuflüsse einschließlich der Ressourcennutzung und Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen sowie Abfall beziehen. Die identifizierten Auswirkungen und Risiken werden durch das Managementkonzept Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft adressiert. Dabei sind die Kreislaufführung von Materialien, Mitentwicklung von Recyclingtechnologien, die Verwendung von Sekundärmaterialien, die Verbesserung der Ressourceneffizienz sowie Wiederverwertung und Recycling von Werkstoffen und Bauteilen zentrale Elemente.
Die zunehmende Kreislaufführung von Materialien trägt dazu bei, die negativen Umweltauswirkungen des Ressourcenverbrauchs zu reduzieren und der Verknappung von Rohstoffen entgegenzuwirken. Das macht die Kreislaufwirtschaft für den Volkswagen Konzern zu einem zentralen Nachhaltigkeitsthema. Gleichzeitig bietet diese Entwicklung viele Chancen, um mit Innovationen in den Bereichen Materialdesign, Recyclingtechnologien und Geschäftsmodellen auch die Entstehung neuer Technologien zu erreichen.
Ressourcenschonung, sekundäre Rohstoffe, nachhaltige Beschaffung und erneuerbare Rohstoffe
Unter der Dimension Natur innerhalb der Konzernnachhaltigkeitsstrategie regenerate+ wird daran gearbeitet, den fahrzeugspezifischen Einsatz von primären Rohstoffen fortlaufend zu optimieren, zum Beispiel durch verstärkte Verwendung von zirkulären Materialien. Die Endlichkeit natürlicher Ressourcen sowie soziale und ökologische Folgen des Rohstoffabbaus machen die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft zu einem zentralen Nachhaltigkeitsthema. Dabei steht vor allem die Ressourcenschonung im Fokus.
Das Thema Kreislaufwirtschaft ist ein Kernelement des Leitbilds Umwelt goTOzero. Mit diesem Leitbild strebt der Volkswagen Konzern unter anderem an, seine Ressourceneffizienz weiter zu verbessern sowie Ansätze zu Wiederverwertung und Recycling in den Bereichen Werkstoffe und Wasser zu fördern. Dies soll durch den Einsatz von recyceltem Material und nachwachsenden Rohstoffen sowie durch die Etablierung von Kreisläufen für Werkstoffe und Wasser erreicht werden.
Auch in der Umweltpolitik wird das Thema Ressourceneffizienz im Rahmen des Schutzes der Umwelt adressiert. Das UCMS des Volkswagen Konzerns umfasst Prozesse, die eine umweltgerechte Abfallwirtschaft in der Produktion, das Recycling von Abfällen und eine Verwendung von Sekundärrohstoffen unterstützen.
Weitere Treiber für die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft sind in der strategischen Vision der Zero Impact Factory angesiedelt. Dabei steht das Thema Materialeffizienz im Fokus. Die Prozesse in der Produktion sollen derart gestaltet werden, dass Materialien effizient und nachhaltig ein- und wiedereingesetzt, Abfallmengen auf ein Minimum reduziert und die anfallenden Abfälle stofflich verwertet werden.
Die Kreislauffähigkeit und Umweltverträglichkeit der Fahrzeuge werden bereits bei deren Entwicklung mitgedacht. Hierzu konkretisiert der Volkswagen Konzern Vorgaben für die Entwicklung der Fahrzeuge und ihrer Komponenten in seinen Umweltnormen. Konkret zu nennen ist hier beispielsweise die Umweltnorm „Fahrzeug Recyclinganforderungen, Rezyklateinsatz, Typprüfung Recyclingfähigkeit“, die Empfehlungen und einen Leitfaden für kreislaufgerechtes Design enthält.
Weitere Anforderungen beinhalten den bevorzugten Einsatz von Rezyklaten bei technischer Eignung und Verfügbarkeit über die Laufzeit sowie die gesetzlich geforderte Kennzeichnung von Kunststoffen nach international gültigen ISO-Normen.
Die Themen Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und Abfallmanagement sind zentrale Bestandteile des Code of Conduct für Geschäftspartner. Die Geschäftspartner sollen geeignete Maßnahmen ergreifen, um auf eine effiziente Nutzung von Energie, Wasser und Rohstoffen, die Verwendung erneuerbarer Ressourcen und eine Minimierung von Umwelt- und Gesundheitsschäden hinzuwirken. Zudem fordert dieser die Geschäftspartner auf, geeignete und angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um die Vermeidung von Abfällen, die Wiederverwendung von Ressourcen, das Recycling sowie die sichere und umweltfreundliche Entsorgung von Restmüll, Chemikalien und Abwässern zu realisieren. Solche Maßnahmen können insbesondere bei der Entwicklung, der Produktion, während der Produktlebensdauer und dem anschließenden Recycling am Ende der Lebensdauer sowie bei weiteren Tätigkeiten ergriffen werden. Zudem sollen die Geschäftspartner internationale Übereinkommen zur grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle einhalten (für weiterführende Informationen siehe Abschnitt „Maßnahmen und Ressourcen: Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft“). Wann immer es technisch und qualitativ möglich ist, fordert der Volkswagen Konzern in der Umweltnorm zum Recycling, dass die Geschäftspartner Sekundärmaterialien in ihren Prozessen bevorzugt einsetzen. Die Geschäftspartner sollten den Anteil an recyceltem Inhalt in ihren Produkten kennen und dokumentieren. Darüber hinaus sollen die Geschäftspartner sich bemühen, geschlossene Kreislaufsysteme zu etablieren und zu fördern.
Ziele: Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Übergeordnete Ziele
Die übergeordnete Kennzahl Umweltentlastung Produktion (UEP) berücksichtigt unter anderem die Menge an Beseitigungsabfällen pro Fahrzeug. Die Zielvorgabe im Hinblick auf die UEP stellt somit eine Anforderung an die Standorte dar, die Menge an Beseitigungsabfällen zu reduzieren.
Darüber hinaus werden im Rahmen der Impact-Points-Methode sämtliche Produktionsabfälle berücksichtigt. Dabei bewertet die Kennzahl jene Umweltauswirkungen, die durch den Transport und die Behandlung beziehungsweise die Entsorgung der Produktionsabfälle entstehen. Das übergeordnete Impact-Points-Ziel leistet somit ebenfalls einen Beitrag zu einer verbesserten Abfallwirtschaft, indem es höherwertige Verfahren der Abfallbehandlung berücksichtigt.
Die Site Checklist weist mit dem Handlungsfeld Material konkrete Kriterien mit Bezug zur Kreislaufwirtschaft in der Produktion auf. Dies umfasst beispielsweise die Umsetzung eines Closed-Loop-Recyclings, das Erreichen von Zero Landfill und damit eine vollständige Vermeidung der Deponierung von Abfällen sowie eine Substitution von Einweg- durch Mehrwegverpackungen. Aufgrund der festgelegten Ziele zur Erfüllung der Site Checklist ergibt sich für die Produktionsstandorte die Anforderung einer Steigerung der Ressourceneffizienz und einer Schließung von Materialkreisläufen.
Erhöhung des Anteils von zirkulären Materialien in Fahrzeugen
Der Volkswagen Konzern strebt an, bis zum Jahr 2040 in seinen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen 40 % zirkuläre Materialien für Fahrzeugprojekte mit einem Produktionsstart ab 2040 zu verwenden (exklusive China). Durch die verstärkte Nutzung von nachwachsenden, recycelten und wiederaufbereiteten Materialien möchte der Volkswagen Konzern einen bedeutenden Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten, die Nutzung von Primärrohstoffen reduzieren und die Lebensdauer wertvoller Ressourcen verlängern.
Zudem arbeitet der Volkswagen Konzern intensiv daran, auch erst zukünftig geltende gesetzlich vorgegebene Ziele zur Verbesserung der Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit seiner Produkte zu erfüllen. Gemäß dem Entwurf der Verordnung über Anforderungen an die kreislauforientierte Konstruktion von Fahrzeugen und die Entsorgung von Altfahrzeugen soll circa ab 2032 ein spezifischer Anteil von Post-Consumer-Kunststoffrezyklat (PCR) in Neufahrzeugen enthalten sein, wobei ein entsprechender Anteil davon aus Altfahrzeugen (End-of-Life Vehicles, ELV) stammen soll.
Ein weiteres Ziel gemäß den aktuell definierten Vorgaben der EU-Batterieverordnung betrifft die Batteriezellen in Elektrofahrzeugen. Ab 2031 müssen gesetzlich zunächst bereits 6 % des Lithiums, 16 % des Kobalts und 6 % des Nickels aus End-of-Life-Traktionsbatterien oder Batterieproduktionsabfall stammen. Ab 2036 erhöhen sich diese Anteile auf 12 % des Lithiums, 26 % des Kobalts und 15 % des Nickels.
Nachhaltige Beschaffung und Nutzung von erneuerbaren Ressourcen
Der Volkswagen Konzern strebt eine verstärkte Nutzung von Kreislaufmaterialien an, wobei der zunehmende Einsatz erneuerbarer Ressourcen eine zentrale Rolle spielt. Das Ziel im Rahmen des Sustainability Ratings (S-Rating) kann die nachhaltige Beschaffung von Ressourcen unterstützen (weiterführende Informationen finden sich im Kapitel „Nachhaltigkeit in der Lieferkette“ unter dem Abschnitt „Sustainability Rating“). Mit dem S-Rating wird der Grad der Einhaltung der Volkswagen Nachhaltigkeitsanforderungen von direkten Lieferanten mit einem hohen Nachhaltigkeitsrisiko überprüft. Bis 2040 sollen umsatzbasiert über 95 % unserer relevanten direkten Lieferanten ein positives S-Rating aufweisen. Für das Berichtsjahr 2025 wurde ein Zwischenziel von 85 % definiert, welches mit 87 % übererfüllt wurde.
Nachhaltigkeitsanforderungen an Lieferanten
Gemäß dem Ziel zur Erhöhung der Anzahl von Lieferanten mit Umweltzertifizierungen (siehe Abschnitt „Übergreifende Ziele und Metriken“ im Kapitel „Einführung in das Umweltmanagement“) sollen bis 2040 95 % der Lieferanten des Volkswagen Konzerns, die einen Produktionsstandort mit mehr als 100 Arbeitskräften betreiben, nach dem Umweltmanagementsystem ISO 14001 oder EMAS zertifiziert sein.
Ausweitung des kreislauforientierten Produktdesigns
Ziele werden grundsätzlich vom Volkswagen Konzern dort entwickelt, wo ein Bezug zu seinen Strategien besteht. Für die Ausweitung des kreislauforientierten Produktdesigns sind keine messbaren ergebnisorientierten Ziele im Sinne der ESRS durch den Volkswagen Konzern festgelegt. Allgemein liegt der Fokus im Bereich Kreislaufwirtschaft auf dem Einsatz und der Verwendung von Kreislaufmaterialien. Die Fahrzeuge werden bereits heute unter Betrachtung des gesamten Lebensweges nach kreislauforientierten Kriterien entwickelt. Dabei wird auf die Recyclingfähigkeit der Werkstoffe und die Vermeidung von Schadstoffen geachtet (für weitere Informationen siehe Abschnitt „Managementkonzept: Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft“ sowie „Maßnahmen und Ressourcen: Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft“).
Zuordnung der Ziele zur Abfallhierarchie
Der Volkswagen Konzern orientiert sich bei der Behandlung von Abfällen an der Abfallhierarchie. Höchste Priorität genießt die Vermeidung von Abfällen. Sofern sich Abfälle nicht vermeiden lassen, sind sie einem möglichst hochwertigen Recyclingverfahren zuzuführen. Die unteren Ebenen der Hierarchie sehen eine Beseitigung in Form einer Abfallverbrennung und als letzte Option die Deponierung vor.
Die Abfallhierarchie wird außerdem in der Impact-Points-Methode berücksichtigt. Abfälle mit geringerer Umweltrelevanz weisen niedrigere Ökofaktoren auf als Abfälle mit potenziell hoher Umweltwirkung. Aufgrund der Impact-Points-Ziele besteht somit die Anforderung, Abfälle einem höherwertigen Verwertungsverfahren zuzuführen.
Maßnahmen und Ressourcen: Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Beitrag zu einer kreislauffähigen Wirtschaft
Nach einer möglichst langen Nutzungsdauer kommt dem Recycling der Materialien in der Verwertungsphase des Fahrzeugs eine immer wichtigere Bedeutung zu. Schon jetzt erfüllen die Fahrzeuge eine lange Nutzungsdauer. Das Durchschnittsalter eines Altfahrzeugs beträgt in Europa nach Angaben offizieller Statistiken 19 bis 24 Jahre. Für erste Schritte im Bereich Kreislaufwirtschaft lag der Fokus auf Batterien, Stahl, Aluminium und Kunststoffen. Die daraus resultierenden Ergebnisse fließen in die Weiterentwicklung der Gesamtstrategie Kreislaufwirtschaft sowie in die Ausarbeitung neuer Geschäftsmodelle ein. Beim Thema Kreislaufwirtschaft geht es auch darum, die Resilienz des Unternehmens zu stärken und Abhängigkeiten zu minimieren.
Für die Steuerung der zu erarbeitenden Themen wurden auf Konzernebene bereichs- und markenübergreifende Arbeitsstrukturen entwickelt. Diese bauen auf der Tätigkeit von Gremien auf, darunter der Konzernsteuerkreis Umwelt und Energie, der Konzernlenkungsausschuss Produkt-Recycling und die Konzernplattform Nachhaltigkeit Produkt. Außerdem gibt es einen Austausch der operativ arbeitenden Beschäftigten in der Abfallwirtschaft, die sich regelmäßig im Rahmen einer Arbeitsgruppe treffen. Der Volkswagen Konzern strebt an, die Anstrengungen für einen Übergang zu einer ökonomisch und ökologisch sinnvollen kreislauforientierten und ressourcenschonenden Wirtschaftsweise künftig noch weiter zu intensivieren. Dafür setzt der Konzern auf Allianzen und die Umsetzung gemeinsamer Projekte mit verschiedenen Partnern wie Lieferanten, Anlagenherstellern, der Recyclingbranche und Universitäten.
Hierbei lassen sich unter anderem zwei Allianzen für nachhaltige Rohstoffgewinnung hervorheben: Die Global Battery Alliance und die Initiative for Responsible Mining Assurance (IRMA). Zu einer nachhaltigen Ressourcennutzung gehört es, diese Rohstoffe unter fairen, menschenwürdigen Bedingungen zu gewinnen und effizient zu verwenden. Dafür unterstützt der Volkswagen Konzern die Global Battery Alliance, ein Bündnis aus mehr als 140 Unternehmen, Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen sowie Forschenden. Ihre wichtigsten Ziele sind ein sozialer und umweltverträglicher Rohstoffabbau, der Wandel hin zu einer Kreislaufwirtschaft, die über Wiederverwendung und Recycling funktioniert, sowie Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dieses Bündnis von Unternehmen, Minenbetreibenden und Non-Profit-Organisationen arbeitet daran, gemeinsame Standards für bessere Bedingungen im industriellen Bergbau umzusetzen – etwa hinsichtlich Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz oder Umweltschutz. Die IRMA-Standards werden schrittweise in der eigenen Lieferkette des Volkswagen Konzerns verankert.
Maßnahmen entlang des gesamten Lebensweges
Zu den wichtigsten Maßnahmen, die für die Umsetzung der strategischen Ausrichtung zum Thema Kreislaufwirtschaft ergriffen werden, zählen die weitere Präzisierung von Zielen und Indikatoren sowie die Realisierung und Skalierung des Einsatzes von zirkulärem Material. Das gilt für die wichtigsten Komponenten und Materialien wie Batterien, Stahl, Aluminium oder Kunststoffe.
Um unseren Beitrag zu einer kreislauforientierten Wirtschaftsweise zu leisten, wird die Nutzung von Materialkreisläufen in den Produktionsprozessen kontinuierlich verstärkt, denn Recycling ist ein wichtiger Ansatz, um Umwelteinflüsse zu verringern und Ressourcen zu schonen. Materialkreisläufe werden beispielsweise innerhalb der Aluminiumrückführung oder auch durch das Recyceln von Abfällen intensiviert.
Das Recycling beginnt beim Volkswagen Konzern bereits direkt in der Entwicklung neuer Fahrzeuge. Dort wird auf die Recyclingfähigkeit der Werkstoffe und die Vermeidung von Schadstoffen gesetzt. Zusätzlich werden Empfehlungen gegeben, die eine gute Reparierbarkeit ermöglichen. Alle Bauteile aus Kunststoff werden nach international gültigen ISO-Normen gekennzeichnet, um die Kunststoffe später identifizieren und sortenrein trennen zu können. Zusätzlich dazu bestehen in der Umweltnorm Fahrzeug Designempfehlungen, die es ermöglichen, Materialien nach Lebenswegende der Fahrzeuge noch besser voneinander zu trennen. Ebenso können sämtliche Betriebsflüssigkeiten später aus dem Altfahrzeug entnommen und eine Vielzahl von Bauteilen demontiert werden.
Der Einsatz von Sekundärmaterial aus Produktionsabfällen (Pre-Consumer-Rezyklate) oder End-of-Life-Produkten (Post-Consumer-Rezyklate) ist entsprechend der Umweltnorm des Volkswagen Konzerns zu bevorzugen. Voraussetzung dafür ist, dass die gleichen Qualitätsansprüche wie beim Primärmaterial erfüllt werden und dass das Sekundärmaterial über die Laufzeit in ausreichender Menge verfügbar ist.
Nachhaltige Lieferketten
Im Bereich der Konzernbeschaffung Nachhaltigkeit wurde bereits im Jahr 2022 ein umfangreiches Strategieprogramm gestartet, das unter anderem auf die fortlaufende Stärkung der Nachhaltigkeit abzielt. Schwerpunkte bilden hier die Themen Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität, Fairness und Gleichberechtigung sowie Globale Steuerung. Das erste Fokusthema umfasst Initiativen und Projekte rund um die Themen Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz sowie Biodiversität. Weitere Schwerpunkte sind die Umsetzung von Projekten und Partnerschaften im Bereich Kreislaufwirtschaft und die Reduzierung der CO2e-Emissionen in der Lieferkette.
Der Volkswagen Konzern ist sich bewusst, dass die Geschäftstätigkeit seiner Lieferanten Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben kann. Deswegen veröffentlichte der Konzern erstmals 2021 und seitdem jährlich seinen Responsible Raw Materials Report. Darin werden die Methodik und die Aktivitäten vom Volkswagen Konzern im Rahmen des Raw Materials Due Diligence Managementsystems detailliert dargestellt.
Der Volkswagen Konzern arbeitet kontinuierlich an verantwortungsvollen Lieferketten für 18 Risikorohstoffe, zu denen auch Batterierohstoffe und seltene Erden gehören. Bei den seltenen Erden besteht seit 2022 eine Kooperation mit internationalen Vertretenden aus Industrie, Ministerien, Wissenschaft und Technik. Dazu zählen unter anderem die Initiative for Responsible Mining Assurance (IRMA) sowie die OECD-Leitlinien für verantwortungsvolle Lieferketten. In industrieübergreifenden Initiativen sollen konkrete Nachhaltigkeitskriterien entlang der Lieferkette bestimmt und umgesetzt werden. Dasselbe gilt für Möglichkeiten zur Auditierung. Im Rahmen der DRIVE Sustainability Initiative wurde eine Risikoanalyse zu Menschenrechts- und Umweltthemen für verschiedene Rohstoffe erstellt und unter dem Raw Material Outlook veröffentlicht. Diese Analyse dient als eine von mehreren Quellen, die der Volkswagen Konzern im Rahmen des Raw Materials Due Diligence Management Systems (RMDDMS) nutzt, um eigene risikobasierte Bewertungen für die Lieferketten vorzunehmen. Ziel ist es, soziale und ökologische Risiken sowie Korruption entlang der Lieferkette präventiv zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zur Minderung umzusetzen. Das Responsible Supply Chain System (ReSC-System) des Volkswagen Konzerns umfasst hierfür aufeinander aufbauende Elemente, die eine kontinuierliche Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung unterstützen.
Seit Anfang 2022 gibt es ein materialspezifisches Lastenheft für Leder, dessen Einhaltung durch die Lieferanten seit April 2022 für alle Neuvergaben verpflichtend ist. Mithilfe des Lastenhefts wird sowohl die Offenlegung des Herkunftslandes der Rohware als auch ein lederspezifisches Nachhaltigkeitszertifikat – beispielsweise durch die Leather Working Group (LWG)-Zertifizierung – eingefordert. Der Volkswagen Konzern verpflichtet damit seine Lieferanten zur Achtung des Tierwohls sowie zu einer verantwortungsvollen Produktion und Verarbeitung von Leder. Dazu gehören unter anderem die Einhaltung strenger Kriterien zum Wasserverbrauch und zur Vermeidung von Wasserverschmutzung beim Gerbungsprozess.
Leder ist eines der 18 vom Volkswagen Konzern definierten Hochrisikomaterialien. Um auf eine verantwortungsvolle Beschaffung von Leder hinsichtlich ökologischer und sozialer Aspekte sowie auf eine Minderung der identifizierten Risiken hinzuwirken, wurde das materialspezifische Lastenheft für nachhaltige Leder erstellt. Der Volkswagen Konzern fordert daher transparente und verantwortungsvolle Rohstofflieferketten als Voraussetzung für zukünftige Nominierungen (Global und Forward Sourcing) aller beschafften Leder, worunter direkte und indirekte Mengen zählen. Die Lieferanten werden aufgefordert, das Spezifikationsdokument „Nachhaltiges Leder“ einzuhalten und entsprechende Nachweise vor der Nominierung vorzulegen.
Einsatz nachwachsender Rohstoffe
Für die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs setzt der Volkswagen Konzern schon in der Designphase seiner Fahrzeuge auf Rohstoffe aus erneuerbaren Ressourcen. Wo dies möglich ist, verwenden die Marken des Konzerns beispielsweise die Naturfasern Flachs, Baumwolle, Holz und Zellulose.
Rezyklat-Einsatz im Fahrzeug
Für den Volkswagen Konzern ist ein möglichst hoher Anteil wiederverwerteter Materialien sehr wichtig. So heißt es auch in den Umweltnormen des Volkswagen Konzerns, dass Rezyklatmaterialien oder Materialien mit Rezyklatanteil bei technischer Eignung gegenüber anderen Materialien bevorzugt einzusetzen sind. In der ID.-Familie werden bereits Rezyklate unter anderem in folgenden Bauteilen eingesetzt: Dachhimmel, Stoffe, Teppiche, Sitze, Türverkleidungen und Dekorflächen. Die Sitztextilien einiger Ausstattungslinien werden zum Teil aus bis zu 100 % recyceltem PET gefertigt, welches überwiegend aus vormaligen PET-Flaschen stammt.
Mit dem Ziel, den ökologischen Fußabdruck fortlaufend weiter zu verkleinern, forscht der Volkswagen Konzern an verschiedenen vielversprechenden Ansätzen und setzt diese in der Serienproduktion um. Ein Fokus liegt dabei auf tierfreien und recycelten Materialien in der Innenausstattung. Demnach sollen in den Elektromodellen der Marke Volkswagen als Alternative möglichst nur tierfreie Materialien im Innenraum verwendet werden. So kommen beispielsweise im Sitzbezug des ID. Buzz People in den Ausstattungen Design und Comfort alternative Materialien aus Meeresplastik beziehungsweise alten PET-Flaschen (circa 63 Stück je 500 Milliliter) zum Einsatz. Der Sitzbezug besteht in der sogenannten Oberware aus Seaqual®-Garn, das zu 10 % aus gesammeltem Meeresmüll und zu 90 % aus recyceltem PES-Garn hergestellt wird. In Sitzbezügen mit ArtVelours Eco® beträgt der Recyclinganteil 71 %.
Eigene Kompetenzen für Batterierecycling und Ressourcenschonung
Der Volkswagen Konzern befasst sich seit 2009 intensiv mit der Erforschung, Entwicklung und Validierung von Prozessen, Konzepten und Strategien für das Batterierecycling. Parallel dazu entsteht in Europa und weltweit eine neue Industrie zur Rückgewinnung von Rohstoffen aus Hochvoltbatterien. Vor diesem Hintergrund arbeitet der Konzern eng mit Zellherstellern und Partnern aus der Recyclingbranche zusammen, um eine geschlossene Wertschöpfungskette – den sogenannten Closed Loop – zu etablieren.
Ziel ist es, Altbatterien systematisch zu erfassen, aufzubereiten und die darin enthaltenen Rohstoffe in neuen Zellgenerationen erneut einzusetzen. Auf diese Weise kann der Bedarf an neuem Primärmaterial schrittweise reduziert werden. Gemeinsam mit unseren Partnern validieren wir derzeit die technologische und wirtschaftliche Machbarkeit verschiedener Prozessrouten – von der Altbatterie bis hin zu neuen Batteriesalzen. Eine zentrale Rolle in der Skalierung spielen künftig Rückläufe aus Produktionsausschüssen und insbesondere aus End-of-Life-Batterien. Da diese jedoch im ersten Fahrzeugleben über viele Jahre im Einsatz sind, ist mit signifikanten Rücklaufmengen erst ab 2030 zu rechnen.
Die Volkswagen AG prüft vielseitige Re-X Geschäftsmodelle, um den ökologischen und wirtschaftlichen Nutzen jedes Batteriesystems über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu maximieren und um einen aktiven Beitrag zur Ressourcenschonung zu leisten. Re-X umfasst die verschiedenen Anwendungen nach dem Batterieleben im 1st Life Fahrzeug. Dazu gehören Re-Use (Ersatzteil im Fahrzeug), Re-Purpose (2nd Life) oder Re-Cycle (stoffliche Wiedergewinnung).
Der Volkswagen Konzern gehört weltweit zu den wenigen Automobilherstellern, die die Batterie als zentrale Zukunftstechnologie der Elektromobilität vollständig in die eigene Wertschöpfung integrieren – von der Rohstoffbeschaffung bis zum Recycling. Die Zellfabriken der PowerCo SE spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie sind darauf ausgelegt, die Materialeffizienz innerhalb der Produktion durch fertigungsnahes Recycling von Produktionsausschüssen deutlich zu steigern. Darüber hinaus verfolgt PowerCo das Ziel, den Einsatz von Rezyklaten konsequent auszubauen und gemeinsam mit dem Volkswagen Konzern das End-of-Life-Recycling von Batterien voranzutreiben.
Die erste Zellfabrik in Salzgitter/Deutschland hat im Jahr 2025 den Betrieb aufgenommen und die ersten Zellen zur weiteren Validierung konzernintern ausgeliefert. Zwei weitere Zellfabriken in Valencia/Spanien und St. Thomas/Kanada befinden sich im Aufbau. Alle Werke sollen mit CO2- beziehungsweise CO2e-frei erzeugtem Strom betrieben werden und perspektivisch auf ein Closed-Loop-Recycling im Sinne einer Kreislaufwirtschaft ausgerichtet sein. In einem ersten Schritt liegt der Fokus auf dem Recycling und der Wiederverwertung von NMP (N-Methyl-2-pyrrolidon) sowie aktivem Kathodenmaterial. Für Zellchemien wie Nickel-Mangan-Kobalt (NMC) und Lithium-Eisenphosphat (LFP) verfolgt PowerCo eine standortübergreifende Recyclingstrategie.
Diese beginnt mit einem nachhaltigen Recyclingmodell für Produktionsausschüsse, das vollständig mit Umwelt- und Regulierungsstandards im Einklang steht. Darauf aufbauend strebt PowerCo gemeinsam mit strategischen Partnern den Aufbau eines Closed-Loop-Systems an, das eine effiziente Rückgewinnung von Ressourcen im Sinne eines „Recycling-as-a-Service“-Ansatzes ermöglicht. Dieser Ansatz unterstützt nicht nur die Kreislaufwirtschaft, sondern bietet auch Vorteile in Bezug auf Kostenoptimierung, regulatorische Konformität und Umweltwirkung – und schafft damit Mehrwert für alle Beteiligten.
Im Kompetenzzentrum Werkzeug am Standort Salzgitter wurden bisher Werkzeuge für die Motorenproduktion derart bearbeitet, dass sie für ihren erneuten Einsatz geeignet sind. Zukünftig soll das vorhandene Know-how für die Aufbereitung von Produktionsinstrumenten auch in der Batteriezellfertigung genutzt werden.
Der geschlossene Kreislauf für Aluminium
Mit dem Aluminium-Closed-Loop-Projekt wurde 2017 im Audi Werk Neckarsulm/Deutschland erstmals ein geschlossener Kreislauf für Aluminium über die Unternehmensgrenzen hinweg realisiert. Die Verschnitte an Aluminiumblechteilen aus den Presswerken werden direkt an die Lieferanten zurückgeliefert. Diese können den Verschnitt recyceln und für die Herstellung von neuem Material verwenden, das Audi anschließend wieder im Presswerk einsetzt. Durch die Wiederverwertung der Aluminiumabfälle kann bei der Herstellung bis zu 95 % der Energie gegenüber der Verwendung von Primäraluminium eingespart werden. Auf diesem Weg vermeidet Audi kontinuierlich CO2e-Emissionen und reduziert auch die Menge an benötigten Primärrohstoffen. Seit 2024 sind die deutschen Standorte von Audi in Münchsmünster und Volkswagen in Emden neben den Audi Werken Ingolstadt/Deutschland, Neckarsulm/Deutschland und Győr/Ungarn sowie dem Mehrmarkenwerk in Bratislava/Slowakei an den Aluminium-Closed-Loop-Prozess angebunden.
Internes und externes Recycling von Produktionsabfällen
Die in der Produktion entstehenden Abfälle mit Wertstoffgehalt werden immer systematischer in Kreislaufprozesse einbezogen. So wird im Volkswagen Werk in Wolfsburg der Kunststoffabfall, der prozessbedingt bei der Herstellung von Benzintanks (Coextrusion) anfällt, aufbereitet und zur Fertigung von Dieseltanks (Monoextrusion) genutzt. Im Ergebnis konnten dadurch im Jahr 2025 über 70 t Material in Kunststofftanks wiederverbaut werden, die andernfalls der Entsorgung zugeführt worden wären.
Der Volkswagen Konzern strebt an, die Recyclingverfahren noch weiter zu optimieren, weswegen er aktiv an öffentlich geförderten Forschungsprojekten zu Recyclingtechnologien beteiligt ist. Diese Projekte finden in Zusammenarbeit mit Partnern wie Universitäten und Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland statt und haben das Ziel, einzelne Prozessschritte zu verbessern und zu automatisieren. Das bezieht sich beispielsweise auf die Demontage von Batterien oder die mehrfache Kreislaufführung der Rohstoffe.
Ein Beispiel hierfür ist das auf drei Jahre angelegte und vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderte Forschungskonsortium HVBatCycle, das im Jahr 2023 ins Leben gerufen wurde. Unter der Leitung des Volkswagen Konzerns will das Konsortium nachweisen, dass die wertvollsten Bestandteile von Antriebsbatterien durch Recycling mehrfach nacheinander zurückgewonnen und wiedereingesetzt werden können. Dabei ist es das Ziel, wertvolle Materialien dauerhaft zurückzugewinnen und somit zu mehr Nachhaltigkeit und einer höheren Versorgungssicherheit beizutragen.
Mit der wissenschaftlichen Erforschung von automobilen Stoffkreisläufen beschäftigt sich auch die Open Hybrid Lab Factory (OHLF) in Wolfsburg. Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), bietet der Forschungscampus eine Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie, um Forschungsaktivitäten und ihre Serienimplementierung zu beschleunigen. Dabei unterteilt sich die Arbeit der OHLF in vier Forschungsfelder: Design for Circular Economy, Prozesse für Reverse Production, zirkuläre Werkstoffkonzepte sowie Gesamtsystemanalysen und -gestaltung.
Abfallmanagement
Die Vorgehensweise des Volkswagen Konzerns bei der Abfallbeseitigung in der Produktion zielt darauf ab, die Abfallmenge fortlaufend zu senken, nicht vermeidbare Abfälle hochwertig zu verwerten und Kreisläufe zu schließen. Im Mittelpunkt stehen die Vermeidung der Abfallentstehung durch Optimierung der Fertigungs- und Nebenprozesse sowie Erhöhung von Materialnutzungsgraden (Materialeffizienz), die Priorisierung der Verwertung von Abfällen und die Reduzierung der Abfälle zur Beseitigung. Zur Optimierung der Abfallwirtschaft werden zunehmend digitale Abfallmanagementsysteme genutzt. Diese Systeme erleichtern die Steuerung abfallwirtschaftlicher Prozesse und die staatliche Kontrolle der Entsorgung insbesondere gefährlicher Abfälle.
Für die Verwertung von erlösbringenden Abfallwertstoffen wie Papier, Kunststoffen, Holz, Elektronikbauteilen oder Metall wurde in der Beschaffung ein konzernweites System etabliert. Mit dem Projekt Zero Plastic Waste wurde die Anstrengung, Kunststoffabfälle zu vermeiden, verstärkt. Dazu zählt unter anderem die Wiederverwertung von Kunststoffabfällen in der Dieseltankfertigung.
Abfallmanagement ist zudem Teil des Code of Conduct für Geschäftspartner. Demnach sollen die Geschäftspartner geeignete und angemessene Maßnahmen ergreifen, um die Vermeidung von Abfällen, die Wiederverwendung von Ressourcen, das Recycling sowie die sichere und umweltfreundliche Entsorgung von Restmüll, Chemikalien und Abwässern zu realisieren. Solche Maßnahmen können insbesondere bei der Entwicklung, der Produktion, während der Produktnutzung und des anschließenden Recyclings am Ende der Lebensdauer sowie bei anderen Tätigkeiten ergriffen werden. Vor allem sind unsere Geschäftspartner angehalten, die geltenden nationalen und internationalen Übereinkommen in Bezug auf Abfälle einzuhalten. Dazu zählen insbesondere das Basler Übereinkommen über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung aus dem Jahr 1989 sowie weitere Übereinkommen und Gesetze auf nationaler und supranationaler Ebene.
Metriken: Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Ressourcenzuflüsse
Material- und Produktzuflüsse
Ein Fahrzeug setzt sich im Wesentlichen aus rund 10.000 Einzelteilen zusammen. Unter Berücksichtigung der Rohstoffkritikalität, des Lieferkettenrisikos sowie der Nachhaltigkeitsrelevanz können nachfolgende Bauteile besonders hervorgehoben werden (siehe Abbildung): Lenkräder, Alufelgen, Aluminiumaußenteile, HV-Batterien, Dauermagneten, Generatoren, Leitungsstränge, Bremsscheiben, halbleiterrelevante Werkstoffgruppen (wie Infotainment, Steuergeräte oder Radio), Katalysatoren und Sitzmodule (Sitzschäume und -bezüge). Jährlich beschafft der Volkswagen Konzern eine Vielzahl von Rohstoffen, Bauteilen und sonstigen Gütern.
Kritische Rohstoffe und seltene Erden in Betriebsabläufen und der Wertschöpfungskette
Wie bereits unter Abschnitt „Maßnahmen und Ressourcen: Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft“ erwähnt, setzt der Volkswagen Konzern für die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs auf Rohstoffe aus erneuerbaren Ressourcen. Wo dies möglich ist, verwenden die Marken des Konzerns beispielsweise die Naturfasern Flachs, Baumwolle, Holz und Zellulose. Solche Materialien können zum Einsatz kommen, wenn sie alle technischen Anforderungen erfüllen und in der Lebenswegbetrachtung besser als konventionelle Werkstoffe abschneiden.
Der Elektroantrieb ist ein wichtiger Schritt in Richtung emissionsarme Mobilität und leistet damit einen Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig gelangen dadurch andere Komponenten in den Umlauf als bei der Produktion konventioneller Fahrzeuge – beispielsweise HV-Batterien. Die darin enthaltenen Rohstoffe sind, abhängig von der Zellchemie, mehrheitlich wertvoll, und ihr Verbleiben im Kreislauf ist aus vielerlei Hinsicht wichtig. Batterierohstoffe mehrfach zu nutzen und damit in einem geschlossenen Kreislauf zu halten, hilft dem Volkswagen Konzern, unter anderem seinen CO2-Fußabdruck zu senken und zugleich die Abhängigkeit von globalen Rohstoffmärkten zu reduzieren. Außerdem ist ein positiver Beitrag zur Steigerung der unternehmensseitigen Resilienz zu erwarten.
Der Volkswagen Konzern will seiner Rolle bei der verantwortungsvollen Rohstoffbeschaffung in der Automobilindustrie gerecht werden. Deswegen veröffentlichte der Konzern erstmals 2021 und seitdem jährlich seinen Responsible Raw Materials Report. Insgesamt umfasst das Managementsystem derzeit 18 Hochrisikorohstoffe. Diese sind die Batterierohstoffe Kobalt, Lithium, Nickel und Grafit, die Konfliktmineralien Zinn, Wolfram, Tantal und Gold (3TG) sowie Aluminium, Kupfer, Leder, Glimmer, Stahl, Naturkautschuk, Platingruppenmetalle, seltene Erden sowie die neu hinzugenommenen Rohstoffe Baumwolle und Magnesium.
In der Beschaffung werden derzeit folgende Rohstoffe direkt gekauft: Stahl, Platingruppenmetalle (PGM), Aluminium und Kunststoffe (beide nur für die Inhouse-Produktion) und Leder. Angesichts der zunehmenden Komplexität der Lieferketten sowie der geopolitischen und materialverfügbarkeitsbezogenen Herausforderungen in den letzten Jahren ist es notwendig, eine Erweiterung der direkt gekauften Rohstoffe sowie eine konzernweite effiziente Strategie zur Materialabsicherung festzulegen. Im Jahr 2025 wurde die Konzernrohstoffbeschaffung gegründet, um kritische und strategische Rohstoffe (die in Fokus-Bauteilen enthalten sind) abzusichern. Es sollen neun unterschiedliche Rohstoffgruppen strategisch betreut werden. Diese Rohstoffgruppen bestehen aus Magnesium, seltene Erden (REEs), Aluminium, Halbleitermaterialien (Gallium, Germanium, Silizium, Indium), Wolfram, Titan, Recyclingmaterialien (Kunststoff, Aluminium), Kupfer, Kunststoffe (primäre Produktion) und PGM. Das sogenannte Arbeits-Start-Up-Package priorisiert die Themen seltene Erden, Magnesium und Recyclingmaterialien und leitet daraus weitere Aktivitäten ab. Die Definition der neun oben genannten Fokus-Rohstoffgruppen basiert auf einer internen Kritikalitätsanalyse, die sechs unterschiedliche Kriterien und deren wirtschaftliche Relevanz berücksichtigt. Die Ergebnisse wurden anschließend mit der Critical Raw Materials List aus dem EU-Critical Raw Materials Act abgeglichen und entsprechend bestätigt (siehe Abbildung).
Wasser für eigene Geschäftstätigkeiten und in der Wertschöpfungskette
Der Großteil des Wasserverbrauchs entfällt auf die Lieferkette, insbesondere auf die Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen. Über den Code of Conduct für Geschäftspartner nimmt der Volkswagen Konzern Einfluss auf die Lieferkette und fordert von seinen direkten Lieferanten, dass sie keine Wasserverschmutzung oder keinen übermäßigen Wasserverbrauch verursachen, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung der natürlichen Grundlage für Lebensmittel und Trinkwasser oder der Gesundheit des Menschen führen können. Informationen zu Wasserentnahme und Wasserverbrauch im Rahmen der eigenen Geschäftstätigkeit finden sich im Kapitel „Wasser“ unter der Überschrift „Maßnahmen an den Produktionsstandorten“.
Neue Produktionsstandorte im Berichtsjahr
Im Berichtsjahr entstanden Ressourcenzuflüsse durch die Eröffnung eines neuen Produktionsstandortes in Rugao/China zur Fertigung von schweren Nutzfahrzeugen.
Methodik zur Erfassung der quantitativen Ressourcenzuflüsse mittels Referenzfahrzeugansatz
Für das Berichtsjahr 2025 wurden die Ressourcenzuflüsse für das fahrzeugbezogene Geschäft mithilfe eines Referenzfahrzeugansatzes/Output-bezogenen Ansatzes berechnet. Dabei wird auf Grundlage der werkstofflichen und stofflichen Beschreibung der im Fahrzeug zum Einsatz kommenden Materialien eine quantitative Bewertung der Ressourcenzuflüsse durchgeführt. Als exemplarische Referenzfahrzeuge wurden die Pkw-Modelle Tiguan und ID.7 Tourer zur Hochrechnung der Daten von Volkswagen Pkw, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Škoda sowie SEAT/CUPRA ausgewählt. Letzterer ersetzt den im Jahr 2024 verwendeten ID.4 aufgrund seines technischen Fortschritts. Zur Hochrechnung der Daten für Audi, Lamborghini und Bentley wurden ab diesem Berichtsjahr als exemplarische Referenzfahrzeuge die Audi-Modelle Q3 und Q4 e-tron ausgewählt. Die Referenzfahrzeuge zählen mit zu den meistproduzierten Fahrzeugen im Berichtsjahr. In der Tabelle sind die Ergebnisse der Hochrechnung zusammengeführt dargestellt.
Hinsichtlich der Fahrzeugkonfiguration wurden die repräsentativsten Konfigurationen basierend auf Verkaufsdaten verwendet. Hierbei wurde das maximale Fahrzeuggewicht auf Grundlage einer konservativen Annahme ausgewählt.
Aufgrund unzureichender Datenverfügbarkeit wird der Materialverschnitt, der in der Produktion entsteht, für das Berichtsjahr 2025 nicht berücksichtigt.
Die Referenzmodelle werden über die Produktionszahlen im Berichtsjahr gewichtet und nach dem Verhältnis zwischen Produktion von Verbrenner- und batterieelektrischen Modellen hochgerechnet, um die Kennzahlen der Ressourcenzuflüsse zu ermitteln.
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|
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2025 |
|
2024 |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
|
Einheit |
|
Elektrofahrzeuge |
|
Verbrennerfahrzeuge |
|
Elektrofahrzeuge |
|
Verbrennerfahrzeuge |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Gesamtgewicht der verwendeten Produkte und technischer und biologischer Materialien |
|
t |
|
1.782.194 |
|
8.403.399 |
|
1.185.989 |
|
8.639.279 |
Gewicht der technischen Materialien |
|
t |
|
1.779.644 |
|
8.387.149 |
|
1.184.705 |
|
8.622.796 |
Gewicht der biologischen Materialien |
|
t |
|
2.550 |
|
16.250 |
|
1.283 |
|
16.483 |
Anteil der biologischen Materialien, die nachhaltig beschafft werden |
|
% |
|
0,03 |
|
0,11 |
|
0,0 |
|
0,12 |
Gewicht der verwendeten, wiederverwendeten oder recycelten sekundären Komponenten, Produkte und Materialien (minimal bis maximal) |
|
t |
|
225.283 – 455.177 |
|
1.387.806 – 2.202.596 |
|
147.764 – 295.493 |
|
1.413.941 – 2.264.010 |
Prozent an verwendeten, wiederverwendeten oder recycelten sekundären Komponenten, Produkten und Materialien |
|
% |
|
12,6 – 25,5 |
|
16,5 – 26,2 |
|
12,5 – 24,9 |
|
16,4 – 26,2 |
Informationen über die Ressourcenzuflüsse weiterer Marken des Volkswagen Konzerns (Porsche und TRATON GROUP) finden sich am Ende dieses Kapitels. Für Everllence erfolgt keine Berichterstattung zu den quantitativen Ressourcenzuflüssen im Jahr 2025.
Methodik für die Erfassung der technischen und biologischen Materialien
Für die Berechnung der technischen und biologischen Materialien wird ebenso der Referenzfahrzeugansatz verwendet. Die Materialien werden gemäß der Werkstoffklassifizierung nach VDA 231-106 erfasst. Dabei umfassen die VDA-Kategorien 1 bis 9, mit Ausnahme der Kategorie 7.1, die technischen Materialien (zum Beispiel Stahl, Polymerwerkstoffe). Die VDA-Kategorie 7.1 umfasst die biologischen Materialien (zum Beispiel Leder, Holz).
Methodik zur Erfassung nachhaltig beschaffter biologischer Materialien
Der oben dargestellte Referenzfahrzeugansatz wird ebenfalls für die Berechnung der biologischen Materialien, die nachhaltig beschafft wurden, verwendet. Maßgeblich für die Erhebung dieser biologischen Materialien ist deren Definition: Ein biologisches Material gilt als nachhaltig beschafft, wenn es nach einem anerkannten und weitverbreiteten Zertifizierungssystem zertifiziert ist. In diesem Bezug gilt beim Volkswagen Konzern das Material Leder als nachhaltig beschafft. Gemäß einem Spezifikationsdokument für nachhaltiges Leder müssen Lieferanten über ein Zertifikat der Leather Working Group (LWG) oder ein vergleichbares Zertifikat einer ähnlichen Organisation verfügen.
Biologische Materialien werden gemäß der VDA-Kategorie 7.1 als modifizierte organische Naturstoffe erfasst. Diese umfasst neben Leder auch weitere organische Naturwerkstoffe, wie Holz oder Baumwollfleece. Um das Leder innerhalb der VDA-Kategorie 7.1 zu bestimmen, wurde eine strukturierte Analyse für gewichtsrelevante Teile je Fahrzeug durchgeführt, um alle Werkstoffe aufzulisten, die infolge ihrer Reinstoffe (beispielsweise Kollagen) auf einen Lederwerkstoff hindeuten. Solche Reinstoffe wurden sowohl für den Tiguan als auch für den ID.7 Tourer identifiziert. Beide Fahrzeuge enthalten demnach Leder.
Biokraftstoffe, die für nicht-energetische Zwecke verwendet werden, finden keine Anwendung im Produkt.
Methodik zur Erfassung von Sekundärmaterialanteilen
Hinsichtlich der Berechnung des Anteils der einfließenden Sekundärmaterialien wird der oben genannte Referenzfahrzeugansatz verwendet. Die Materialien werden gemäß der Werkstoffklassifizierung VDA 231-106 erhoben.
Zur Ermittlung der Sekundärmaterialanteile in Fahrzeugen hat der Volkswagen Konzern einen standardisierten Prozess entwickelt, welcher einer internen Arbeitsanweisung folgt. Die Bestimmung des Sekundärmaterialanteils entspricht DIN EN ISO 14021. Die Ermittlung erfolgt systemunterstützt. Für die VDA-Kategorien 1 bis 3 erfolgt eine Erhebung des Sekundärmaterialanteils auf Basis von Verbandsdaten und für die VDA-Kategorien 4 bis 9 auf Basis von Lieferantendaten. Das Ergebnis zum Sekundärmaterialanteil im Fahrzeug wird als Spannweite angegeben. Die Ergebnisse bilden den Stand der zur Erhebung verfügbaren Daten ab.
Bei den Ressourcenzuflüssen spielen auch Verpackungen eine Rolle im Hinblick auf das Produkt. Als Produkt wird in diesem Kontext das Fahrzeug berücksichtigt. Zubehör oder andere Materialien sind nicht berücksichtigt. Verpackungen im Sinne der ESRS-Definition sind Materialien, die an den Benutzer oder Verbraucher weitergegeben werden. Der Volkswagen Konzern verwendet zwar Verpackungsmaterialien für den Transport der Fahrzeuge zu den Händlern, entfernt diese aber vor Übergabe an den Benutzer oder Verbraucher. Daher ist der Transportschutz gemäß der ESRS-Definition nicht als Verpackung zu verstehen und wird in der Berichterstattung nicht berücksichtigt.
Vermeidung doppelter Zählung bei Wiederverwendung und Recycling
Derzeit werden in der Produktion keine wiederverwendeten Komponenten eingesetzt, sodass eine Doppelzählung von wiederverwendeten und recycelten Komponenten ausgeschlossen werden kann.
Methodik zur Erfassung der quantitativen Ressourcenzuflüsse des Porsche AG Konzerns
Für die Ermittlung des Gesamtmaterialverbrauchs für die produzierten Fahrzeuge wird für jede Baureihe für ein repräsentatives Fahrzeug die prozentuale Materialzusammensetzung ausgewertet. Die Auswertungskategorien ergeben sich aus der VDA-Norm 231-106 „Werkstoff-Klassifizierung im Kraftfahrzeugbau: Aufbau und Nomenklatur“. Über die Gesamtzahl der produzierten Fahrzeuge und des Durchschnittsgewichts pro Baureihe können schließlich übergeordnete Gesamtsummen für die Materialverbräuche pro Werkstoffgruppe ermittelt werden. Das relevanteste biologische Material in den Porsche Fahrzeugen ist Leder. Die Menge der in den produzierten Fahrzeugen enthaltenen Sekundärmaterialien wird für zwei Referenzfahrzeuge (Verbrenner und BEV) über Verbandsdaten abgeschätzt und anschließend auf die Gesamtproduktion hochgerechnet.
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|
Einheit |
|
2025 |
|
2024 |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
|
|
|
|
|
|
||||
Gesamtgewicht der verwendeten Produkte und technischer und biologischer Materialien |
|
t |
|
538.180 |
|
621.679 |
||||
Gewicht der technischen Materialien |
|
t |
|
– |
|
– |
||||
Gewicht der biologischen Materialien |
|
t |
|
– |
|
– |
||||
Anteil der biologischen Materialien, die nachhaltig beschafft werden |
|
% |
|
0,3 |
|
0,2 |
||||
Gewicht der verwendeten, wiederverwendeten oder recycelten sekundären Komponenten, Produkte und Materialien1 |
|
t |
|
57.195 |
|
– |
||||
Prozent an verwendeten, wiederverwendeten oder recycelten sekundären Komponenten, Produkten und Materialien1 |
|
% |
|
10,6 |
|
– |
||||
|
||||||||||
Methodik zur Erfassung der quantitativen Ressourcenzuflüsse der TRATON GROUP
Das Gesamtgewicht der Fahrzeuge wird entweder auf Basis von Lieferantendaten zum Gewicht der Teile oder durch direktes Wiegen der Fahrzeuge berechnet. Zur Berechnung des Gesamtwertes werden die Gewichtsdaten für jede Produktgruppe gemittelt und mit dem Produktionsvolumen multipliziert. Das Gesamtgewicht der Produkte wird in Materialgruppen aufgeteilt, und der entsprechende Anteil an Sekundärmaterialien wird angewendet.
|
|
Einheit |
|
2025 |
|
2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|
|
|
|
|
|
|
|
Gesamtgewicht der verwendeten Produkte und technischer und biologischer Materialien |
|
t |
|
2.260.894 |
|
2.473.853 |
Gewicht der technischen Materialien |
|
t |
|
– |
|
– |
Gewicht der biologischen Materialien |
|
t |
|
– |
|
– |
Anteil der biologischen Materialien, die nachhaltig beschafft werden |
|
% |
|
– |
|
0,00 |
Gewicht der verwendeten, wiederverwendeten oder recycelten sekundären Komponenten, Produkte und Materialien |
|
t |
|
557.193 |
|
604.511 |
Prozent an verwendeten, wiederverwendeten oder recycelten sekundären Komponenten, Produkten und Materialien |
|
% |
|
25 |
|
24,4 |
Ressourcenabflüsse
In der Konzernnorm 98000 werden Indikatoren für Abfälle definiert, die weltweit an allen Standorten einheitlich erhoben werden sollen. Dies umfasst sowohl Produktionsabfälle als auch nicht produktionsspezifische Abfälle.
Im Rahmen der Site Checklist werden zudem freiwillige Kriterien für den Umgang mit Abfällen beschrieben. Hinsichtlich der Abfallentsorgung umfasst dies zum Beispiel Entsorgerauditierungen für Abfallströme, eine vollständige Vermeidung der Deponierung produktionsspezifischer Abfälle sowie Quoten zum maximalen Anteil von Beseitigungsabfällen in der Produktion. In Bezug auf Verpackungen und Einwegprodukte wurden Kriterien wie die Substitution von Einwegverpackungen durch Mehrwegalternativen oder das Recycling von Verpackungsmaterialien festgelegt.
Material- und Produktabflüsse
Informationen zu den Schwerpunkten der Geschäftstätigkeit des Volkswagen Konzerns befinden sich im Kapitel „Struktur und Geschäftstätigkeit“.
Um einen Beitrag zu einer kreislauforientierten Wirtschaftsweise zu leisten, wird bereits bei der Entwicklung neuer Fahrzeuge auf die Recyclingfähigkeit der benötigten Werkstoffe und auf die Vermeidung von Schadstoffen geachtet. Gemäß der aktuellen europäischen Richtlinie über Altfahrzeuge müssen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge an ihrem Lebensende zu 85 % recycelbar und zu 95 % verwertbar sein. Alle in Europa zugelassenen Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns erfüllen diese gesetzliche Vorschrift.
Darüber hinaus enthält die Konzernnorm zum Thema Recycling Anforderungen an die Kreislauffähigkeit der Fahrzeuge. Zum Beispiel bestehen Designempfehlungen, die es ermöglichen, Materialien nach Lebenswegende der Fahrzeuge besser voneinander zu trennen. Ein weiteres Beispiel ist die Kennzeichnung aller Bauteile aus Kunststoff nach international gültigen ISO-Normen, um sie später identifizieren und sortenrein trennen zu können.
Die Fahrzeuge erfüllen bereits jetzt eine lange Nutzungsdauer, wobei das Durchschnittsalter eines Altfahrzeugs in Europa nach Angaben offizieller Statistiken 19 bis 24 Jahre beträgt. Diese Nutzungsdauer trägt im Rahmen einer kreislauffähigen Wirtschaftsweise zur Minimierung des Ressourcen- und Energieverbrauchs sowie zur erweiterten Herstellerverantwortung bei.
Haltbarkeit der Produkte
Für die Pkw wird eine Laufleistung von 200.000 Kilometern angenommen. Dies entspricht einem Standardwert, der vom Volkswagen Konzern und verschiedenen Autoherstellern in der Ökobilanzierung verwendet wird. Dieser Wert wurde zudem durch eine wissenschaftliche Arbeit von Weymar & Finkbeiner (2016) bestätigt, in der verschiedene Datensätze, unter anderem des Kraftfahrt-Bundesamtes, mit einer Stichprobe von mehr als 800.000 Fahrzeugen statistisch ausgewertet wurden.
TRATON GROUP-Fahrzeuge sind so konstruiert und gebaut, dass sie über einen langen Zeitraum funktionsfähig bleiben. Ihre Langlebigkeit wird durch die regelmäßige Wartung und die Reparatur oder den Austausch defekter Teile unterstützt. Allerdings gibt es derzeit keinen branchenweiten Standard oder eine durchschnittliche Methode zur Berechnung der Lebensdauer von schweren Nutzfahrzeugen.
Reparierbarkeit
Die Orientierung des Volkswagen Konzerns an hoher Qualität mit einer geringen Reparaturbedürftigkeit und guter Reparierbarkeit zielt auf eine hohe Langlebigkeit der Fahrzeuge in der Nutzungsphase ab und ist damit ein wichtiger Beitrag zur Ressourceneffizienz.
Verfügbarkeit von Ersatzteilen
In Deutschland unterstützt ein Netzwerk von etwa 2.000 Servicepartnern die Reparaturarbeiten an Fahrzeugen des Volkswagen Konzerns. Die Service-Experten und -Expertinnen sind mit modernster Technologie sowie Spezialwerkzeugen ausgestattet, um auf effiziente und qualitativ hochwertige Reparaturen hinzuwirken.
Der Volkswagen Konzern bietet seinen Kundinnen und Kunden eine hohe Teileverfügbarkeit und liefert diese schnellstmöglich. So können die Servicepartner Reparaturen und Services schnell durchführen. Zudem sorgt eine automatische Belieferung der Schnelldrehteile dafür, dass das Volkswagen Servicepartnernetzwerk eine direkte und zeitnahe Versorgung gewährleisten kann.
Reparaturdauer
Die Gestaltung der Fahrzeuge ermöglicht eine schnelle und umfassende Reparaturfähigkeit, die sich stark an die jeweiligen Schadensursachen anpasst. So ist beispielsweise der Ersatz des Frontscheinwerfers beim Tiguan Modelljahr 2025 gemäß Reparaturleitfaden in 110 Zeiteinheiten (entspricht 66 Minuten) möglich. Oft sind bei leichten Crash-Schäden jedoch nicht die hochkomplexen und teuren LED-Scheinwerfer betroffen. Vielmehr reicht ein Ersatz der Kunststoff-Scheinwerferhalterungen. Für diese abweichende Reparaturlösung gibt es neben den kostengünstigen Scheinwerferlaschen auch eine separate Arbeitsposition. Darüber hinaus ist diese kundenorientierte Reparaturlösung nachhaltig und reduziert die Ersatzteilkosten und die Arbeitszeit im Vergleich zum Ersatz des gesamten Scheinwerfers.
Auch im Bereich der HV-Batterien wird den Fachwerkstätten und den Schadensgutachtern der Versicherungen ein Schadensbeurteilungskatalog für alle Batteriekomponenten zur Verfügung gestellt. Im Falle einer Unfallreparatur wird so sichergestellt, dass wiederverwendbare Komponenten, wenn ökologisch und ökonomisch sinnvoll, im Fahrzeug verbleiben können und nur defekte Komponenten ausgetauscht werden. Für diese Tätigkeiten werden dem Handel umfangreiche Werkstattinformationen inklusive der benötigten Reparaturzeiten bereitgestellt.
Kosten
Der Volkswagen Konzern bietet ein umfangreiches Leistungsspektrum mit zeitwertgerechtem Service und hoher Ersatzteilqualität an, was regelmäßig kostengünstigere Reparaturen ermöglicht. Dazu zählt beispielsweise der Volkswagen Economy Service für Fahrzeuge ab einem Alter von vier Jahren, der Kundinnen und Kunden in Deutschland angeboten wird. Dies unterstreicht das Bestreben des Unternehmens, die Gesamtkosten für den Fahrzeugbesitzer zu senken.
Anteil an recycelbarem Inhalt in Produkten
Nach der europäischen Richtlinie über Altfahrzeuge müssen Pkw (M1) und leichte Nutzfahrzeuge (N1) am Ende ihrer Lebensdauer zu 85 % recycelbar und zu 95 % verwertbar sein. Alle in Europa zugelassenen Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns erfüllen diese Standards.
Die Berechnungsmethode der Recycling- und Verwertungsquoten folgt der ISO-Norm 22628 (Straßenfahrzeuge – Recyclingfähigkeit und Verwertbarkeit – Berechnungsverfahren). Die Berechnungen erfolgen in einem internen IT-System und basieren auf den Materialdatenblättern der verwendeten Bauteile und Werkstoffe.
Informationen zum Thema Verpackung finden sich unter dem Abschnitt „Methodik zur Erfassung von Sekundärmaterialanteilen“.
Relevante Abfallströme und Materialien im Abfall
Als Automobilhersteller sind für den Volkswagen Konzern insbesondere die produktionsspezifischen Abfallströme von großer Bedeutung. Der größte Anteil entfällt dabei auf Metallschrott, der aus Spänen, Blechstanzabfällen, Gussteilen und anderen Metallresten besteht. Die Zusammensetzung des Metallschrotts variiert je nach Produktionsprozess und verwendeten Materialien. So überwiegt bei der Karosseriefertigung Stahlschrott, während bei der Herstellung von Motoren und Getrieben hauptsächlich Aluminiumschrott anfällt.
Neben Metallschrott fallen auch kunststoffhaltige Abfälle in großen Mengen an. Diese entstehen beispielsweise beim Spritzgießen, Extrudieren oder bei der mechanischen Bearbeitung von Innenraumbauteilen, Stoßfängern und anderen strukturellen Fahrzeugteilen. Die Zusammensetzung dieser Abfälle ist sehr vielfältig und umfasst größtenteils Polypropylen, Polyethylen, Polyurethan sowie Verbundwerkstoffe.
Ein weiterer bedeutender Abfallstrom sind Lackschlämme, die beim Lackieren von Fahrzeugen entstehen. Ihre Zusammensetzung hängt von der verwendeten Lackart ab und kann Lösemittel, Pigmente, Harze, Füllstoffe und Additive enthalten. Zusätzlich fallen durch die Anlieferung von Bauteilen Verpackungsmaterialien aus Papier, Karton oder Kunststoff an. Schließlich sind gefährliche Abfälle zu nennen, die unter anderem bei der chemischen Oberflächenbehandlung und -beschichtung von Karosserieteilen, durch den Austausch von gebrauchten Ölen und Schmierstoffen sowie durch den Einsatz von Reinigungs- und Lösungsmitteln entstehen.
|
|
|
|
2025 |
|
2024 |
||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
|
Einheit |
|
Volkswagen Konzern |
|
Gesellschaften mit operativer Kontrolle |
|
Volkswagen Konzern |
|
Gesellschaften mit operativer Kontrolle |
||||||||||||
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
||||||||||||
Abfälle gesamt1 |
|
t |
|
2.547.290 |
|
537.522 |
|
2.357.654 |
|
573.762 |
||||||||||||
Abfälle zur Verwertung gesamt |
|
t |
|
2.337.130 |
|
524.455 |
|
2.185.092 |
|
556.443 |
||||||||||||
Abfälle zur Verwertung – Vorbereitung zur Wiederverwertung |
|
t |
|
140.152 |
|
11.162 |
|
171.809 |
|
21.174 |
||||||||||||
davon: nicht gefährliche Abfälle |
|
t |
|
130.708 |
|
8.544 |
|
158.931 |
|
11.513 |
||||||||||||
|
t |
|
9.444 |
|
2.617 |
|
12.878 |
|
9.661 |
|||||||||||||
Abfälle zur Verwertung – Recycling1 |
|
t |
|
2.089.334 |
|
466.024 |
|
1.875.417 |
|
485.566 |
||||||||||||
davon: nicht gefährliche Abfälle1 |
|
t |
|
1.977.592 |
|
446.240 |
|
1.773.202 |
|
471.282 |
||||||||||||
|
t |
|
111.741 |
|
19.784 |
|
102.216 |
|
14.283 |
|||||||||||||
|
t |
|
107.645 |
|
47.269 |
|
137.866 |
|
49.703 |
|||||||||||||
davon: nicht gefährliche Abfälle1 |
|
t |
|
62.065 |
|
44.169 |
|
93.043 |
|
46.867 |
||||||||||||
gefährliche Abfälle3 |
|
t |
|
45.580 |
|
3.100 |
|
44.823 |
|
2.837 |
||||||||||||
Abfälle zur Beseitigung gesamt1 |
|
t |
|
210.160 |
|
13.067 |
|
172.596 |
|
17.318 |
||||||||||||
Abfälle zur Beseitigung – Verbrennung |
|
t |
|
13.446 |
|
11.220 |
|
19.229 |
|
14.514 |
||||||||||||
davon: nicht gefährliche Abfälle |
|
t |
|
2.410 |
|
3.385 |
|
3.130 |
|
3.750 |
||||||||||||
gefährliche Abfälle3 |
|
t |
|
11.037 |
|
7.835 |
|
16.098 |
|
10.765 |
||||||||||||
Abfälle zur Beseitigung – Deponierung1 |
|
t |
|
88.309 |
|
1.623 |
|
144.750 |
|
2.586 |
||||||||||||
davon: nicht gefährliche Abfälle1 |
|
t |
|
56.623 |
|
485 |
|
114.262 |
|
736 |
||||||||||||
gefährliche Abfälle3 |
|
t |
|
31.686 |
|
1.138 |
|
30.487 |
|
1.851 |
||||||||||||
Abfälle zur Beseitigung – andere Beseitigungsmaßnahmen5 |
|
t |
|
108.405 |
|
224 |
|
8.618 |
|
218 |
||||||||||||
davon: nicht gefährliche Abfälle |
|
t |
|
106.610 |
|
223 |
|
6.740 |
|
218 |
||||||||||||
gefährliche Abfälle3 |
|
t |
|
1.795 |
|
0 |
|
1.878 |
|
0 |
||||||||||||
radioaktive Abfälle |
|
t |
|
0 |
|
0 |
|
0 |
|
0 |
||||||||||||
|
t |
|
317.805 |
|
60.336 |
|
310.492 |
|
67.022 |
|||||||||||||
|
% |
|
12,5 |
|
11,2 |
|
13,2 |
|
11,7 |
|||||||||||||
Gefährliche Abfälle gesamt1 |
|
t |
|
211.283 |
|
34.476 |
|
210.023 |
|
39.396 |
||||||||||||
|
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Methoden zur Berechnung des anfallenden Abfalls
Die anfallenden Mengen aller Abfälle sind zu bilanzieren. Hierfür sind die Massen derjenigen Abfälle zu ermitteln, welche die Werksgrenze verlassen oder in werkseigenen Entsorgungsanlagen (zum Beispiel Deponien oder Verbrennungsanlagen) entsorgt werden. Unter die Gesamtmenge des Abfalls fallen auch Abfälle, die zur Wiederverwendung vorbereitet, recycelt, in sonstiger Weise verwertet, verbrannt, deponiert oder anderweitig beseitigt werden. Abfälle sind durch Wägung oder Berechnung der Stückgewichte zu erfassen.
Für weiterführende Informationen hinsichtlich der Erfassung von Umweltdaten siehe Abschnitt „Übergreifende Ziele und Metriken“ des Kapitels „Einführung in das Umweltmanagement“.