Geschäftsbericht 2025

Vorgehensweise und Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse

Die ESRS sehen zur Bestimmung der im Nachhaltigkeitsbericht zu berichtenden Themen eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse vor. Dabei werden die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen des Volkswagen Konzerns in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte identifiziert und bewertet. Im Jahr 2023 wurde im Volkswagen Konzern eine Methodik aufgebaut, die sowohl als Leitfaden für den Volkswagen Konzern als auch für die als zukünftig berichtspflichtig angesehenen Gesellschaften im Volkswagen Konzern zur Umsetzung der Wesentlichkeitsanalyse des Berichtsjahres 2024 diente. Dieses Vorgehen zielte darauf ab, die Bewertung nach einheitlichen Schritten und Kriterien durchzuführen. So wurde für das Geschäftsjahr 2024 sowohl für den Volkswagen Konzern als auch für den Teilkonzern der Volkswagen Financial Services AG (inklusive Volkswagen Bank GmbH und Volkswagen Leasing GmbH) und die Volkswagen Financial Services Overseas AG, den Porsche AG Konzern und die TRATON GROUP eine eigene doppelte Wesentlichkeitsanalyse gemäß der festgelegten Bewertungsmethodik durchgeführt. Aufbauend auf diesen Ergebnissen wurden die Bewertungen in der Wesentlichkeitsanalyse für das Geschäftsjahr 2025 aktualisiert. Die Wesentlichkeitsanalyse wird jährlich aktualisiert.

Methodik, Annahmen und Input-Parameter

Betrachtungsgegenstand der Wesentlichkeitsanalyse waren sowohl die eigene Geschäftstätigkeit des Volkswagen Konzerns als auch die im Abschnitt „Geschäftsmodell, Wertschöpfungskette und Strategie“ beschriebenen vor- und nachgelagerten Prozessschritte der Wertschöpfungskette. Als weltweit agierender Konzern wurde eine globale Perspektive auf Auswirkungen, Risiken und Chancen eingenommen. Expertinnen und Experten der Volkswagen AG haben die Identifikation und Bewertung für den gesamten Konzern auf Basis einer einheitlichen Bewertungsskala vorgenommen. Bei spezifischen Auswirkungen wurden ausgewählte Expertinnen und Experten aus Konzerngesellschaften einbezogen. Dieses Vorgehen hatte das Ziel, Unsicherheiten im Bewertungsprozess zu reduzieren und Annahmen zu validieren. Soweit möglich, wurde für eine datenbasierte Bewertung auf bestehende Analysen und Einordnungen zurückgegriffen. Dazu zählten Analysen aus anderen ESG-Due-Diligence-Prozessen, zum Beispiel Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) für die S-Standards, Lebenszyklusanalysen für ESRS E1 und ESRS E5, SCIP-Chemikalienanalyse für ESRS E2, Wasserfußabdruck für ESRS E3, Standortanalyse für ESRS E4. Bei Unklarheiten über Auswirkungen, insbesondere bei Auswirkungen über Geschäftsbeziehungen und in der weitergehenden Wertschöpfungskette, wurde konzernweit harmonisiert mit konservativen Annahmen gearbeitet. Zusätzlich wurden eine Klimarisikoanalyse, siehe Kapitel „Klimawandel“, und eine Analyse von Auswirkungen auf die Biodiversität, siehe Kapitel „Biologische Vielfalt und Ökosysteme“, durchgeführt.

Prozessschritte im Detail

Der Prozess innerhalb des Volkswagen Konzerns gliedert sich in vier grundlegende Schritte.

  • Kontextanalyse
  • Sammlung von Auswirkungen, Risiken und Chancen
  • Bewertung von Auswirkungen, Risiken und Chancen
  • Validierung der Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse

Kontextanalyse

Im Rahmen einer Kontextanalyse im Geschäftsjahr 2024 hat der Volkswagen Konzern relevante Stakeholder-Gruppen, sein Geschäftsmodell und die Wertschöpfungskette in Bezug auf die ESRS-Anforderungen konkretisiert. Als verbindliche Basis für die Themenliste zur Wesentlichkeitsanalyse wurden die 37 Unterthemen der ESRS definiert, die Unterunterthemen fanden dabei Berücksichtigung. Zusätzlich wurde eine Analyse auf Unternehmensspezifika durchgeführt und Corporate Citizenship als zusätzliches Unterthema definiert. Dementsprechend wurden 38 Themen für die Wesentlichkeitsanalyse im Volkswagen Konzern genutzt. Diese wurden auch als Ausgangsbasis für die Wesentlichkeitsanalyse 2025 verwendet. Für eine höhere Konsistenz mit der Konzernnachhaltigkeitsstrategie regenerate+ wurde das unternehmensspezifische Thema „Corporate Citizenship“ in „Societal Impact“ umbenannt.

Sammlung von Auswirkungen, Risiken und Chancen

Auf Basis der 38 Themen wurden im Geschäftsjahr 2024 positive und negative Auswirkungen, Risiken und Chancen gesammelt. Die Basis stellten insbesondere bereits identifizierte Auswirkungen, Risiken und Chancen des Konzerns dar, einschließlich der des Risiko- und Chancenberichts. Diese wurden ergänzt durch Zulieferungen aus den Konzerngesellschaften. Die Unterunterthemen der ESRS wurden zur Schärfung der Auswirkungen, Risiken und Chancen auf Unterthemenebene herangezogen. Diese granularen Auswirkungen, Risiken und Chancen wurden jeweils zu Clustern zusammengefasst, die als adäquate Ebene für die Berichterstattung eines global agierenden Konzerns angesehen werden. In Fachgesprächen wurden diese teilweise weiter geschärft und auf Basis bestehender Prozesse zu ESG-Sorgfaltspflichten des Volkswagen Konzerns modifiziert. Die Konzerngesellschaften nutzten die gebildeten Cluster auch als Grundlage für ihre Wesentlichkeitsanalyse und ergänzten in ausgewählten Fällen unternehmensspezifische Aspekte.

Aktualisierung der Sammlung und Bewertung von Auswirkungen, Risiken und Chancen

Für die Wesentlichkeitsanalyse 2025 wurde die Sammlung und Bewertung von Auswirkungen, Risiken und Chancen aus dem Geschäftsjahr 2024 aktualisiert. Hierbei wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse aus dem Vorjahr zu verwenden, sofern es keine wesentlichen Änderungen gab.

Dazu haben im ersten Schritt Themen-Expertinnen und -Experten aus verschiedenen Fachbereichen bewertet, ob es bei den Themen wesentliche Änderungen in den organisatorischen und operativen Strukturen oder in externen Faktoren gab.

Im zweiten Schritt wurde bei einer wesentlichen Änderung das Thema vertiefend diskutiert und gegebenenfalls die Bewertung angepasst. Falls die Bewertung nicht angepasst wurde oder in den Fällen, in denen keine wesentliche Änderung gesehen wurde, wurde die Bewertung aus dem Vorjahr übernommen.

Validierung der Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse

In einem letzten Schritt wurde die Wesentlichkeitsanalyse des Volkswagen Konzerns validiert. Ein zentraler Teil dieser Validierung war die Harmonisierung der Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalysen der Konzerngesellschaften. Jede als zukünftig berichtspflichtig angesehene Gesellschaft dokumentierte ihre Ergebnisse und stellte sie für eine Konsolidierung auf Konzernebene zur Verfügung. Die Konsistenz der Bewertungen wurde überprüft, Abweichungen auf Angemessenheit diskutiert und Bewertungen teilweise angepasst.

Einen weiteren Teil der Harmonisierung nahm eine Validierung aus Menschenrechtsperspektive ein. Hier wurde der Schweregrad negativer menschenrechtlicher Auswirkungen betrachtet und ein Abgleich mit den priorisierten Risiken gemäß dem LkSG durchgeführt.

Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse wurden zum Abschluss mit der strategischen Ausrichtung der Konzernnachhaltigkeitsstrategie regenerate+ abgeglichen, im Zuge einer bereichsübergreifenden Validierung abgestimmt und vom Vorstand freigegeben. Der beschriebene Prozess ist über entsprechende Kontrollen im Standard-IKS abgesichert. Um im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres relevante Auswirkungen, Risiken und Chancen für den Wesentlichkeitsprozess erfassen und bewerten zu können, wurden bestehende Stakeholder-Formate und die Ergebnisse aus dem Risikomanagementsystem auf wesentliche Veränderungen geprüft.

Stakeholder-Einbindung

Der Volkswagen Konzern hat die Anliegen seiner relevanten Stakeholder-Gruppen indirekt in die Wesentlichkeitsanalyse integriert, direkte Konsultationen haben nicht stattgefunden. Für die Durchführung der Wesentlichkeitsanalyse wurden interne Expertinnen und Experten eingebunden. So konnte internes Wissen der Fachbereiche zu Bezügen zwischen den Nachhaltigkeitsthemen und den relevanten betroffenen Stakeholdern genutzt werden, etwa aus Analysen und ESG-Ratings. Rückkopplungen individueller Dialoge von Fachbereichen mit Stakeholdern wurden ebenfalls in den Prozess eingebunden. Des Weiteren gehören zu den Fachbereichen, die die bereichsübergreifende Validierung durchführen, auch diejenigen, die auch die Perspektive der Stakeholder-Gruppen berücksichtigt haben, zum Beispiel Nachhaltigkeit, Personalwesen, Betriebsrat, Umwelt und Beschaffung.

Bewertungsmethodik im Detail

Wesentlichkeit der Auswirkungen

In Übereinstimmung mit den ESRS wurden sowohl positive als auch negative Auswirkungen bewertet, um die Wesentlichkeit der Auswirkungen zu beurteilen. Die positiven und negativen Auswirkungen wurden in den beiden Kategorien tatsächliche Auswirkungen und potenzielle Auswirkungen getrennt bewertet. Tatsächliche Auswirkungen im Kontext der Wesentlichkeitsanalyse sind solche Auswirkungen, die bereits heute tatsächlich stattfinden oder stattgefunden haben. Dieser Zeithorizont gilt für alle im Nachhaltigkeitsbericht genannten tatsächlichen Auswirkungen. Potenzielle Auswirkungen sind solche Auswirkungen, die mit hinreichender Wahrscheinlichkeit eintreten können. Der relevanteste Zeithorizont von potenziellen Auswirkungen wird als kurz- (< 1 Jahr), mittel- (1 – 5 Jahre) oder langfristig (> 5 Jahre) beschrieben.

Zur Ermittlung der negativen Auswirkungen wurden die Parameter Ausmaß, Tragweite und Unumkehrbarkeit einzeln bewertet und mit dem Durchschnitt zum Schweregrad der Auswirkung zusammengeführt. Zur Einschätzung der positiven Auswirkungen wurden Ausmaß und Tragweite bewertet. Auch hier ergibt der Durchschnitt der beiden Kriterien den Schweregrad.

Sowohl bei positiven als auch negativen Auswirkungen wurde im Falle einer potenziellen Auswirkung die Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Bei tatsächlichen Auswirkungen wurde eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 100 % zugrunde gelegt.

Auf der Grundlage von Ausmaß, Tragweite und bei negativen Auswirkungen zusätzlich Unumkehrbarkeit wurden die Auswirkungen in Schweregradkategorien eingeteilt. Die Multiplikation der Faktoren für Schweregrad und Eintrittswahrscheinlichkeit ergibt die Wesentlichkeitsbewertung der Auswirkungen. Auswirkungen werden ab einem Risiko-Score von 50 auf einer Skala von 1 bis 100 als wesentlich im Sinne der Materialität der Auswirkungen eingeordnet.

Finanzielle Wesentlichkeit

Im Risiko- und Chancenbericht im Konzernlagebericht sind die Risikomanagementprozesse des Volkswagen Konzerns beschrieben. Der Risiko-Quartalsprozess deckt dabei alle akuten Sachverhalte ab – unabhängig von der Art des Risikos, wie beispielsweise Vertriebs-, Umwelt- oder Personalrisiken. Zur Erfüllung der Anforderungen aus den ESRS wurde ein zusätzlicher Risiko- und Chancen-Identifikationsprozess aufgesetzt. Das Verfahren zur Identifikation und Bewertung von Risiken und Chancen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung erfolgt dabei in Anlehnung an die bereits im Konzern etablierten Verfahren für den Risiko-Quartalsprozess. Für jedes Risiko und jede Chance aus dem Nachhaltigkeitsumfeld wird basierend auf den Vorgaben der ESRS ein Score-Wert ermittelt, der sich aus der Multiplikation des Kriteriums Eintrittswahrscheinlichkeit mit dem potenziellen Schweregrad ergibt und die Risiken und Chancen vergleichbar macht. Der Schweregrad ergibt sich aus den gewichteten Kriterien finanzieller Effekt sowie Reputationseffekt. Für jedes dieser Kriterien wird die getroffene Bewertung einem Score-Wert zwischen 0 und 10 zugeordnet. Dabei werden die Maßnahmen, die zur Steuerung und Kontrolle getroffen wurden, abhängig von den ESRS-Vorgaben bei der Bewertung berücksichtigt.

Der Score-Wert für die Eintrittswahrscheinlichkeit steigt mit zunehmender Wahrscheinlichkeit an, bis er den höchsten Score-Wert von 10 ab einer Eintrittswahrscheinlichkeit größer 90 % im Betrachtungszeitraum erreicht. Für das Kriterium finanzieller Effekt steigt der Score-Wert mit zunehmendem Ausmaß an und erreicht ab 1 Mrd. € den höchsten Score-Wert von 10. Das Kriterium Reputationseffekt kann Ausprägungen von lokaler Vertrauensstörung/-bildung über den lokalen Vertrauensverlust/-gewinn bis hin zum regionalen oder internationalen Reputationsverlust/-gewinn annehmen.

Die Bewertung erfolgt je Risiko oder Chance unter dem Aspekt der finanziellen Auswirkung auf das operative Ergebnis in dem relevanten Zeithorizont, in dem es eintreten kann. Hierbei wird zwischen kurzfristig (< 1 Jahr), mittelfristig (1 – 5 Jahre) und langfristig (> 5 Jahre) unterschieden. Akute Nachhaltigkeitsrisiken werden ebenfalls im Risiko-Quartalsprozess identifiziert, bewertet und gesteuert. Nachhaltigkeitsrisiken werden gleichwertig zu anderen identifizierten Risikoarten behandelt.

Nachhaltigkeitsrisiken/-chancen werden ab einem Risiko-Score von 50 beziehungsweise ab einem potenziellen finanziellen Effekt von 1 Mrd. € als wesentlich im Sinne der finanziellen Materialität bewertet. Dieses Vorgehen steht in Analogie zu den etablierten Berichtsvorgaben des Risiko-Quartalsprozesses.

Die Bewertungen wurden in einem auf der Wesentlichkeitsanalyse basierenden Prozess mit den jeweiligen Fachbereichen auf Konzernebene erörtert.

Im Rahmen des kontinuierlichen Überwachungs- und Verbesserungsprozesses werden das RMS und IKS regelmäßig optimiert. Dabei wird den internen und externen Anforderungen, insbesondere den Anforderungen der ESRS, gleichermaßen Rechnung getragen. Fallweise begleiten externe Expertinnen und Experten die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer RMS und IKS.

Methode zur Bewertung von Auswirkungen, Risiken und Chancen (Grafik)

Vorgehensweise bei der Identifizierung der wesentlichen Informationen

Für die Berichterstattung über das Geschäftsjahr 2025 wurden die relevanten Angabepflichten der ESRS auf Basis der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen identifiziert und in den jeweiligen ESRS-Kapiteln dargestellt.

Um die zu berichtenden Informationen zu ermitteln, wurden im Volkswagen Konzern in einem ersten Schritt die Datenpunkte zu einem bis mehreren der 38 Unterthemen zugeordnet. Im nächsten Schritt wurden die Datenpunkte, die sich ausschließlich auf unwesentliche Unterthemen beziehen, aus der Berichterstattung ausgeschlossen. In einem weiteren Schritt wurde die Betrachtung um freiwillige und Datenpunkte mit schrittweise eingeführten Angabepflichten reduziert, die als nicht berichtsrelevant bewertet wurden. In einem letzten Schritt sind Metriken, die zwar einem wesentlichen Unterthema zugeordnet, aber als nicht relevant eingestuft wurden, aus verschiedenen Gründen ausgeschlossen worden.

Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse

Im Kontext der doppelten Wesentlichkeitsanalyse sind 28 der 38 betrachteten Unterthemen als wesentlich identifiziert worden. Dabei ist es ausreichend, dass entweder eine Auswirkung oder ein Risiko oder eine Chance als wesentlich bewertet wird. Insgesamt wurden 17 positive Auswirkungen, 20 negative Auswirkungen, 8 Risiken und keine Chancen als wesentlich eingeordnet. Im Vergleich zum Vorjahr wurde bei den Unterthemen „Bodenverschmutzung“, „Gleichbehandlung und Chancengerechtigkeit für alle (Nachhaltigkeit in der Lieferkette)“ und „Ökonomische, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften“ jeweils eine wesentliche negative Auswirkung identifiziert. Diese resultierten aus einem Abgleich mit bestehenden Lieferkettenanalysen. Dadurch sind die Themen „Bodenverschmutzung“ und „Ökonomische, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften“ als neue wesentliche Unterthemen hinzugekommen. Zudem wurden durch eine ganzheitlichere Betrachtung des Themas Biodiversität mit einem stärkeren Fokus auf Lieferkette und Logistik sowie auf den Einfluss des Volkswagen Konzerns zwei negative Auswirkungen als nicht mehr wesentlich eingestuft. Dadurch wurden die Unterthemen „Auswirkungen auf den Zustand der Arten“ und „Auswirkungen auf den Umfang und den Zustand von Ökosystemen“ nicht mehr als wesentlich eingestuft und entfallen. Das Unterthema „Management der Beziehungen zu Lieferanten, einschließlich Zahlungspraktiken“ wurde zu „Management der Beziehungen zu Lieferanten“ umbenannt, da Zahlungspraktiken als nicht wesentlich beurteilt wurden. Darüber hinaus wurden in allen Themenstandards weitere Auswirkungen, Risiken und Chancen identifiziert, die nicht die Schwelle für die Berichterstattung erreicht haben. Inhärente Risiken werden im Kapitel „Risiko- und Chancenbericht“ beschrieben. Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen konnten den Unterthemen der ESRS zugeordnet werden (siehe Grafik). Einzig die Auswirkung des Themas Societal Impact wird über zusätzliche unternehmensspezifische Angaben abgedeckt. Für das Berichtsjahr wird die Möglichkeit genutzt, die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen in den entsprechenden Themenstandards darzustellen. Auch aktuelle finanzielle Effekte werden, soweit wesentlich und erhoben, in den Berichtskapiteln zu den Themenstandards beschrieben.

Umweltinformationen

Themenstandard Unterthema Auswirkung/Risiko/ Chance Tatsächliche/ potenzielle Auswirkung Wert­schöpfungs­kette Zeithorizont

E1: Klimawandel

Klimaschutz

Anpassung an den Klimawandel

Energie

E2: Umweltverschmutzung

Luftverschmutzung

Wasserverschmutzung

Bodenverschmutzung

Besonders besorgniserregende Stoffe

Mikroplastik

E3: Wasser

Wasser

E4: Biologische Vielfalt und Ökosysteme

Direkte Ursachen des Biodiversitätsverlusts

Auswirkungen und Abhängigkeiten von Ökosystemleistungen

E5: Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

Ressourcenflüsse, inklusive Ressourcennutzung

Ressourcenabflüsse

Abfall

Sozialinformationen

Themenstandard Unterthema Auswirkung/Risiko/ Chance Tatsächliche/ potenzielle Auswirkung Wert­schöpfungs­kette Zeithorizont

S1: Beschäftigte und Fremdarbeitskräfte

Arbeitsbedingungen

Gleichbehandlung und Chancengerechtigkeit für alle

Sonstige arbeitsbezogene Rechte

S2: Nachhaltigkeit in der Lieferkette

Arbeitsbedingungen

Gleichbehandlung und Chancengerechtigkeit für alle

Sonstige arbeitsbezogene Rechte

S3: Betroffene Gemeinschaften

Ökonomische, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften

S4: Kundinnen und Kunden

Persönliche Sicherheit von Kundinnen und Kunden

Unternehmensspezifisches Thema

Societal Impact

Informationen zur Unternehmensführung

Themenstandard Unterthema Auswirkung/Risiko/ Chance Tatsächliche/ potenzielle Auswirkung Wert­schöpfungs­kette Zeithorizont

G1: Unternehmsführung

Unternehmenskultur

Schutz von Hinweisgebenden

Politisches Engagement von Lobbytätigkeiten

Management der Beziehungen zu Lieferanten

Korruption und Bestechung

Chance

Positive Auswirkung

Tatsächliche Auswirkung

Vorgelagerte Wertschöpfungskette

Kurzfristiger Zeithorizont
(< 1 Jahr)

Risiko

Negative Auswirkung

Potentielle Auswirkung

Eigener Geschäftsbereich

Mittelfristiger Zeithorizont
(1–5 Jahre)

Nachgelagerte Wertschöpfungskette

Langfristiger Zeithorizont
(> 5 Jahre)