Geschäftsbericht 2025

Anhang

29. Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Leistungen des Konzerns variieren je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes und hängen in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeitenden ab.

Für die betriebliche Altersversorgung bestehen im Volkswagen Konzern sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Zusagen. Bei den beitragsorientierten Zusagen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen beziehungsweise auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für den Volkswagen Konzern keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen; sie beliefen sich im Geschäftsjahr 2025 im Volkswagen Konzern auf insgesamt 3.295 Mio. € (Vorjahr: 3.198 Mio. €). Davon wurden in Deutschland für die gesetzliche Rentenversicherung Beiträge in Höhe von 1.997 Mio. € (Vorjahr: 1.971 Mio. €) geleistet.

Bei den Leistungszusagen (Defined Benefit Plans) ist zwischen rückstellungs- und extern finanzierten Versorgungssystemen zu unterscheiden.

Die Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Zusagen werden gemäß IAS 19 nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) durch unabhängige Aktuare ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden versicherungsmathematische Annahmen für die Diskontierungssätze, die Entgelt- und Rententrends, die Fluktuationsraten, die Lebenserwartungen sowie Kostensteigerungen für die Gesundheitsfürsorge berücksichtigt, die für jede Konzerngesellschaft in Abhängigkeit der ökonomischen Rahmenbedingungen ermittelt werden. Neubewertungen ergeben sich aus Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung gegenüber den Annahmen des Vorjahres, aus Annahmenänderungen sowie Erträgen oder Aufwendungen aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den Nettozinserträgen beziehungsweise -aufwendungen enthalten sind. Diese werden in der Periode ihrer Entstehung unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Gemeinschaftliche Pensionspläne mehrerer Arbeitgeber existieren im Volkswagen Konzern in Großbritannien, der Schweiz, Schweden und den Niederlanden. Hierbei handelt es sich um leistungsorientierte Pläne. Ein geringer Teil dieser Pensionspläne wird als beitragsorientierte Pläne bilanziert, da der Volkswagen Konzern kein Recht hat, die für eine Bilanzierung als leistungsorientierte Pläne notwendigen Informationen zu erhalten. Gemäß den Bestimmungen der gemeinschaftlichen Pläne haftet der Volkswagen Konzern nicht für die Verpflichtungen der anderen Arbeitgeber. Im Falle eines Austritts aus den Plänen oder einer Abwicklung der Pläne wird die anteilig auf den Volkswagen Konzern entfallende Vermögensüberdeckung gutgeschrieben beziehungsweise muss der auf den Volkswagen Konzern entfallende Fehlbetrag ausgeglichen werden. Bei den als beitragsorientierte Pläne bilanzierten leistungsorientierten Pensionsplänen ist der Anteil der Verpflichtungen des Volkswagen Konzerns an den Gesamtverpflichtungen gering. Es sind keine wahrscheinlichen, wesentlichen Risiken aus den gemeinschaftlichen leistungsorientierten Pensionsplänen mehrerer Arbeitgeber, die als beitragsorientierte Pläne bilanziert werden, bekannt. Die erwarteten Beiträge dieser Pläne für das Geschäftsjahr 2026 betragen 30 Mio. € (Vorjahr: 30 Mio. €).

Wegen ihres Versorgungscharakters werden insbesondere die Verpflichtungen der US-amerikanischen Konzerngesellschaften für die Krankheitskosten der Mitarbeitenden nach deren Eintritt in den Ruhestand ebenfalls unter den Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Zusagen ausgewiesen. Für diese pensionsähnlichen Verpflichtungen wird die erwartete langfristige Kostenentwicklung der Krankheitskosten berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2025 wurden 42 Mio. € (Vorjahr: 37 Mio. €) als Aufwand für Krankheitskosten erfasst. Der zugehörige Bilanzwert zum 31. Dezember 2025 beträgt 540 Mio. € (Vorjahr: 686 Mio. €).

Folgende Beträge wurden für leistungsorientierte Zusagen in der Bilanz erfasst:

In der Bilanz erfasste Beträge für leistungsorientierte Zusagen

Mio. €

 

31.12.2025

 

31.12.2024

 

 

 

 

 

Barwert der extern finanzierten Verpflichtungen

 

24.050

 

24.803

Fair Value des Planvermögens

 

20.060

 

18.108

Finanzierungsstatus (Saldo)

 

3.990

 

6.696

Barwert der nicht über Planvermögen finanzierten Verpflichtungen

 

18.571

 

20.670

Aufgrund der Begrenzung von IAS 19 nicht als Vermögenswert bilanzierter Betrag

 

50

 

39

Bilanzwerte

 

22.611

 

27.404

davon Pensionsrückstellungen

 

22.826

 

27.602

davon Sonstige Vermögenswerte

 

215

 

198

Wesentliche Versorgungsregelungen im Volkswagen Konzern

Der Volkswagen Konzern bietet seinen Mitarbeitenden für die Zeit nach dem aktiven Erwerbsleben Leistungen aus einer modernen und attraktiven betrieblichen Altersversorgung. Der wesentliche Teil der Versorgungszusagen im Volkswagen Konzern besteht für nach IAS 19 als leistungsorientiert eingestufte Pensionspläne für Mitarbeitende im Inland. Der Großteil dieser Verpflichtungen ist ausschließlich über Bilanzrückstellungen finanziert. Diese Pläne sind mittlerweile weitgehend für Neueintritte geschlossen. Zur Reduzierung der mit leistungsorientierten Pensionsplänen verbundenen Risiken, insbesondere Langlebigkeit, Gehaltssteigerungen sowie Inflation, wurden im Volkswagen Konzern in den vergangenen Jahren neue leistungsorientierte Pläne eingeführt, deren Leistungen über entsprechendes externes Planvermögen finanziert werden. Die genannten Risiken konnten in diesen Pensionsplänen weitgehend reduziert werden. In Zukunft wird der Anteil der über Planvermögen finanzierten Pensionsverpflichtungen an der Gesamtverpflichtung kontinuierlich steigen. Nachfolgend werden die wesentlichen Versorgungszusagen beschrieben.

Ausschließlich über Bilanzrückstellungen finanzierte inländische Pensionspläne

Bei den ausschließlich über Bilanzrückstellungen finanzierten Pensionsplänen bestehen sowohl beitragsbasierte Versorgungszusagen mit Garantien als auch endgehaltsbasierte Versorgungszusagen. Für die beitragsbasierten Versorgungszusagen wird ein jährlicher einkommens- und statusabhängiger Versorgungsaufwand anhand von sogenannten Verrentungsfaktoren in einen lebenslang zu zahlenden Rentenanspruch umgerechnet (Garantiebausteine). Die Verrentungsfaktoren enthalten eine Garantieverzinsung. Im Versorgungsfall werden die jährlich erworbenen Rentenbausteine addiert. Für die endgehaltsbezogenen Zusagen wird im Versorgungsfall das zugrunde zu legende Gehalt mit einem Prozentsatz multipliziert, der von der bis zum Eintritt des Versorgungsfalls abgeleisteten Dienstzeit abhängt.

Der Barwert der garantierten Verpflichtung steigt mit fallendem Zinsniveau und unterliegt somit dem Zinsänderungsrisiko.

Das Versorgungssystem sieht lebenslang laufende Rentenzahlungen vor. Insofern tragen die Gesellschaften das Langlebigkeitsrisiko. Diesem wird dadurch Rechnung getragen, dass zur Ermittlung der Verrentungsfaktoren und des Barwertes der garantierten Verpflichtung die aktuellsten Generationensterbetafeln „Richttafeln Heubeck 2018 G“ verwendet werden, in denen eine zukünftige Verlängerung der Lebenserwartung bereits berücksichtigt wird.

Um das Inflationsrisiko durch die Anpassung der laufenden Rentenzahlungen in Höhe der Inflationsrate zu reduzieren, wurde bei den Versorgungszusagen, bei denen dies gesetzlich zulässig ist, eine inflationsunabhängige Rentenanpassung eingeführt.

Über externes Planvermögen finanzierte inländische Pensionspläne

Die über externes Planvermögen finanzierten Pensionspläne basieren auf beitragsbasierten Leistungszusagen mit Garantien. Hierbei wird ein jährlicher einkommens- und statusabhängiger Versorgungsaufwand anhand von sogenannten Verrentungsfaktoren entweder in einen lebenslang zu zahlenden Rentenanspruch umgerechnet (Garantiebausteine) oder als Einmalkapital beziehungsweise in Raten ausgezahlt. Hierbei haben die Mitarbeitenden teilweise die Möglichkeit, mit Entgeltumwandlungen zusätzlich Eigenvorsorge zu betreiben. Die Verrentungsfaktoren enthalten eine Garantieverzinsung. Im Versorgungsfall werden die jährlich erworbenen Rentenbausteine addiert. Der Versorgungsaufwand wird fortlaufend in ein Sondervermögen eingebracht, das vom Unternehmen unabhängig treuhänderisch verwaltet und am Kapitalmarkt angelegt wird. Sofern das Planvermögen höher ist als der mit dem Garantiezins berechnete Barwert der Verpflichtungen, werden Überschüsse zugewiesen (Überschussbausteine).

Da die treuhänderisch verwalteten Sondervermögen die Voraussetzungen von IAS 19 als Planvermögen erfüllen, ist insoweit eine Verrechnung mit den Verpflichtungen erfolgt.

Die Höhe des Pensionsvermögens unterliegt dem allgemeinen Marktrisiko. Deshalb wird die Ausrichtung und Durchführung der Kapitalanlage fortlaufend durch die Gremien der Trusts kontrolliert, in welchen auch die Gesellschaften vertreten sind. So werden beispielsweise die Grundsätze der Kapitalanlage im Rahmen von Kapitalanlagerichtlinien mit dem Ziel vorgegeben, das Marktrisiko und dessen Auswirkung auf das Planvermögen zu beschränken. Zusätzlich werden im Bedarfsfall Asset-Liability-Management-Studien durchgeführt, die sicherstellen, dass die Kapitalanlage im Einklang mit den abzusichernden Verpflichtungen steht. Derzeit ist das Sondervermögen Altersversorgung vorwiegend in Investmentfonds aus festverzinslichen Wertpapieren oder Aktien investiert. Insofern besteht hauptsächlich ein Zinsänderungs- und Aktienkursrisiko. Zur Abfederung des Marktrisikos sieht das Versorgungssystem überwiegend zusätzlich vor jeder Überschusszuweisung eine Reservierung von Mitteln im Rahmen einer Schwankungsreserve vor.

Der Barwert der Verpflichtung wird als Saldo aus dem Barwert der garantierten Verpflichtung und dem Planvermögen ausgewiesen. Soweit das Planvermögen unter den Barwert der garantierten Verpflichtung sinkt, ist in diesem Umfang eine Rückstellung zu bilden. Der Barwert der garantierten Verpflichtung steigt mit fallendem Zinsniveau und unterliegt somit dem Zinsänderungsrisiko.

Im Falle der lebenslang laufenden Rentenzahlungen trägt der Volkswagen Konzern das Langlebigkeitsrisiko. Diesem wird dadurch Rechnung getragen, dass zur Ermittlung der Verrentungsfaktoren und des Barwertes der garantierten Verpflichtung die aktuellsten Generationensterbetafeln „Richttafeln Heubeck 2018 G“ verwendet werden, in denen eine zukünftige Verlängerung der Lebenserwartung bereits berücksichtigt wird. Zusätzlich erfolgt überwiegend ein jährliches Risikomonitoring im Rahmen der Vermögensüberprüfung in den Trusts durch die unabhängigen Aktuare.

Um das Inflationsrisiko durch die Anpassung der laufenden Rentenzahlungen in Höhe der Inflationsrate zu reduzieren, wurde bei den Versorgungszusagen, bei denen dies gesetzlich zulässig ist, eine inflationsunabhängige Rentenanpassung eingeführt.

Der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurden die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde gelegt:

Annahmen zur Berechnung der Pensionsrückstellungen

 

 

DEUTSCHLAND

 

AUSLAND

%

 

2025

 

2024

 

2025

 

2024

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abzinsungssatz zum 31.12.

 

4,20

 

3,39

 

4,82

 

4,95

Entgelttrend

 

2,58

 

2,62

 

3,36

 

3,83

Rententrend

 

1,98

 

1,99

 

2,41

 

2,69

Fluktuationsrate

 

1,61

 

1,30

 

4,58

 

4,25

Jährlicher Anstieg der Kosten für Gesundheitsfürsorge

 

 

 

4,94

 

5,10

Bei diesen Angaben handelt es sich um Durchschnittswerte, die anhand der Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtung gewichtet wurden.

Hinsichtlich der Lebenserwartung werden in allen Ländern jeweils die aktuellsten Sterbetafeln berücksichtigt. Die Diskontierungssätze werden grundsätzlich auf Basis der Renditen erstrangiger Unternehmensanleihen bestimmt, deren Laufzeit und Währung den jeweiligen Verpflichtungen entsprechen. Für die Verpflichtungen der inländischen Konzerngesellschaften wurde hierbei der Index iBoxx AA Corporate Bond zugrunde gelegt. Für die ausländischen Pensionsverpflichtungen werden vergleichbare Indizes herangezogen.

Die Entgelttrends umfassen erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen, die auch Steigerungen aufgrund von Karriere berücksichtigen.

Die Rententrends entsprechen entweder den vertraglich festgelegten Garantierentenanpassungen oder basieren auf den in den jeweiligen Ländern gültigen Regelungen zur Rentenanpassung.

Die Fluktuationsraten basieren auf Vergangenheitserfahrungen sowie auf Zukunftserwartungen.

Im Folgenden wird die Entwicklung der für leistungsorientierte Verpflichtungen erfassten Bilanzwerte dargestellt:

Für leistungsorientierte Verpflichtungen erfasste Bilanzwerte

Mio. €

 

2025

 

2024

 

 

 

 

 

Bilanzwerte am 01.01.

 

27.404

 

29.546

Laufender Dienstzeitaufwand

 

1.301

 

1.379

Nettozinsaufwand

 

936

 

967

Versicherungsmathematische Gewinne (−)/Verluste (+) durch Änderungen demographischer Annahmen

 

−22

 

−20

Versicherungsmathematische Gewinne (−)/Verluste (+) durch Änderungen finanzieller Annahmen

 

−4.585

 

−1.564

Versicherungsmathematische Gewinne (−)/Verluste (+) durch erfahrungsbedingte Anpassungen

 

842

 

−229

Im Zinsertrag nicht erfasste Erträge (+)/Aufwendungen (−) aus Planvermögen

 

1.034

 

266

Veränderung des aufgrund der Begrenzung von IAS 19 nicht als Vermögenswert bilanzierten Betrags

 

13

 

−61

Arbeitgeberbeiträge an das Planvermögen

 

954

 

1.238

Arbeitnehmerbeiträge an das Planvermögen

 

−22

 

−10

Rentenzahlung aus Firmenvermögen

 

1.160

 

1.102

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (inklusive Plankürzung)

 

−31

 

58

Gewinne (−) oder Verluste (+) aus Planabgeltung

 

−7

 

−12

Konsolidierungskreisänderungen

 

0

 

0

Sonstige Veränderungen

 

−53

 

−47

Währungsunterschiede aus Plänen im Ausland

 

−61

 

−16

Bilanzwerte am 31.12.

 

22.611

 

27.404

Die Veränderung des aufgrund der Begrenzung von IAS 19 nicht als Vermögenswert bilanzierten Betrags enthält eine Zinskomponente, die teilweise ergebniswirksam im Finanzergebnis und teilweise ergebnisneutral direkt im Eigenkapital erfasst wurde.

Die Entwicklung des Barwerts der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

Leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen – Barwert

Mio. €

 

2025

 

2024

 

 

 

 

 

Barwert der Verpflichtungen am 01.01.

 

45.473

 

45.823

Laufender Dienstzeitaufwand

 

1.301

 

1.379

Aufzinsung der Verpflichtung

 

1.604

 

1.564

Versicherungsmathematische Gewinne (−)/Verluste (+) durch Änderungen demographischer Annahmen

 

−22

 

−20

Versicherungsmathematische Gewinne (−)/Verluste (+) durch Änderungen finanzieller Annahmen

 

−4.585

 

−1.564

Versicherungsmathematische Gewinne (−)/Verluste (+) durch erfahrungsbedingte Anpassungen

 

842

 

−229

Arbeitnehmerbeiträge an das Planvermögen

 

35

 

22

Rentenzahlungen aus Firmenvermögen

 

1.160

 

1.102

Rentenzahlungen aus dem Planvermögen

 

594

 

520

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (inklusive Plankürzung)

 

−31

 

58

Gewinne (−) oder Verluste (+) aus Planabgeltung

 

−7

 

−12

Konsolidierungskreisänderungen

 

5

 

0

Sonstige Veränderungen

 

13

 

−28

Währungsunterschiede aus Plänen im Ausland

 

−255

 

103

Barwert der Verpflichtungen am 31.12.

 

42.621

 

45.473

Die versicherungsmathematischen Gewinne durch Änderungen finanzieller Annahmen resultieren im Wesentlichen aus der Erhöhung des Abzinsungssatzes im Inland von 3,4 % auf 4,2 %. Der angenommene Rententrend für betroffene Volkswagen Konzerngesellschaften im Inland verbleibt wie auch im Vorjahr bei 2,0 %.

Veränderungen bei den maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen hätten folgende Auswirkungen auf die leistungsorientierte Pensionsverpflichtung gehabt:

Leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen – Auswirkungen von Veränderungen bei den Annahmen

 

 

 

 

31.12.2025

 

31.12.2024

Barwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung falls

 

Mio. €

 

Veränderung in %

 

Mio. €

 

Veränderung in %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abzinsungssatz

 

Um 0,5 Prozentpunkte höher

 

40.968

 

−3,88

 

42.223

 

−7,15

 

 

Um 0,5 Prozentpunkte niedriger

 

44.837

 

5,20

 

49.223

 

8,25

Rententrend

 

Um 0,5 Prozentpunkte höher

 

43.816

 

2,80

 

47.279

 

3,97

 

 

Um 0,5 Prozentpunkte niedriger

 

41.521

 

−2,58

 

43.818

 

−3,64

Entgelttrend

 

Um 0,5 Prozentpunkte höher

 

42.789

 

0,39

 

45.661

 

0,41

 

 

Um 0,5 Prozentpunkte niedriger

 

42.436

 

−0,43

 

45.301

 

−0,38

Lebenserwartung

 

Um ein Jahr länger

 

43.489

 

2,04

 

46.790

 

2,90

Die dargestellten Sensitivitätsanalysen berücksichtigen jeweils die Änderung einer Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben. Das heißt, mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden dabei nicht berücksichtigt.

Zur Untersuchung der Sensitivität des Barwertes der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung gegenüber einer Veränderung der angenommenen Lebenserwartung wurden im Rahmen einer Vergleichsberechnung die angesetzten Sterbewahrscheinlichkeiten in dem Maße abgesenkt, dass die Absenkung in etwa zu einer Erhöhung der Lebenserwartung um ein Jahr führt.

Die auf Basis der Barwerte der Verpflichtung gewichtete durchschnittliche Laufzeit (Macaulay Duration) der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung beträgt 16 Jahre (Vorjahr: 16 Jahre).

Der Barwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung teilt sich wie folgt auf die Mitglieder des Plans auf:

Leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen – Aufteilung auf die Mitglieder des Plans

Mio. €

 

2025

 

2024

 

 

 

 

 

Aktive Mitglieder mit Pensionsansprüchen

 

20.487

 

22.607

Mit unverfallbarem Anspruch aus dem Unternehmen ausgeschiedene Mitglieder

 

2.353

 

2.406

Rentner

 

19.782

 

20.460

 

 

42.621

 

45.473

Nachfolgend wird das Fälligkeitsprofil der Zahlungen der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung durch die Aufteilung des Barwerts der Verpflichtung nach Fälligkeit der zugrunde liegenden Zahlungen dargestellt:

Leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen – Fälligkeitsprofil

Mio. €

 

2025

 

2024

 

 

 

 

 

Zahlungen fällig innerhalb des nächsten Geschäftsjahres

 

1.774

 

1.700

Zahlungen fällig innerhalb von zwei bis fünf Jahren

 

7.338

 

7.220

Zahlungen fällig in mehr als fünf Jahren

 

33.509

 

36.553

 

 

42.621

 

45.473

Die Entwicklung des Planvermögens ist aus folgender Tabelle ersichtlich:

Planvermögen

Mio. €

 

2025

 

2024

 

 

 

 

 

Fair Value des Planvermögens am 01.01.

 

18.108

 

16.381

Zinserträge aus Planvermögen – in Höhe des Rechnungszinses

 

668

 

597

Im Zinsertrag nicht erfasste Erträge (+)/Aufwendungen (−) aus Planvermögen

 

1.034

 

266

Arbeitgeberbeiträge an das Planvermögen

 

954

 

1.238

Arbeitnehmerbeiträge an das Planvermögen

 

13

 

12

Rentenzahlungen aus dem Planvermögen

 

593

 

520

Gewinne (+) oder Verluste (−) aus Planabgeltung

 

0

 

Konsolidierungskreisänderungen

 

5

 

Sonstige Veränderungen

 

66

 

19

Währungsunterschiede aus Plänen im Ausland

 

−194

 

114

Fair Value des Planvermögens am 31.12.

 

20.060

 

18.108

Aus der Anlage der Planvermögen zur Deckung der zukünftigen Pensionsverpflichtungen ergaben sich Erträge in Höhe von 1.703 Mio. € (Vorjahr: 864 Mio. €).

Im nächsten Geschäftsjahr werden sich die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen voraussichtlich auf 1.166 Mio. € (Vorjahr: 962 Mio. €) belaufen.

Das Planvermögen ist in folgende Anlagekategorien investiert:

Anlagekategorien des Planvermögens

 

 

31.12.2025

 

31.12.2024

Mio. €

 

Marktpreis­notierung in einem aktiven Markt

 

Keine Marktpreis­notierung in einem aktiven Markt

 

Gesamt

 

Marktpreis­notierung in einem aktiven Markt

 

Keine Marktpreis­notierung in einem aktiven Markt

 

Gesamt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

738

 

 

738

 

489

 

 

489

Eigenkapitalinstrumente

 

381

 

 

381

 

339

 

 

339

Schuldinstrumente

 

581

 

4

 

585

 

426

 

4

 

430

Direktinvestitionen in Immobilien

 

 

239

 

239

 

 

233

 

233

Derivate

 

18

 

31

 

50

 

−55

 

−42

 

−97

Aktienfonds

 

7.313

 

 

7.313

 

6.133

 

2

 

6.134

Rentenfonds

 

7.023

 

49

 

7.072

 

7.056

 

82

 

7.139

Immobilienfonds

 

649

 

21

 

670

 

553

 

23

 

576

Sonstige Fonds

 

1.361

 

284

 

1.645

 

1.254

 

256

 

1.509

Sonstiges

 

267

 

1.101

 

1.368

 

198

 

1.157

 

1.355

 

 

18.331

 

1.729

 

20.060

 

16.392

 

1.716

 

18.108

Das Planvermögen enthält 14 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €) Anlagen in Vermögenswerte und 4 Mio. € (Vorjahr: 4 Mio. €) Anlagen in Schuldinstrumente des Volkswagen Konzerns.

Folgende Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

Planvermögen – Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung

Mio. €

 

2025

 

2024

 

 

 

 

 

Laufender Dienstzeitaufwand

 

1.301

 

1.379

Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen

 

936

 

967

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (inklusive Plankürzung)

 

−31

 

58

Gewinne (−)/Verluste (+) aus Planabgeltung

 

−7

 

−12

Saldo der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Aufwendungen (+) und Erträge (−)

 

2.200

 

2.392

Die obigen Beträge sind grundsätzlich in den Personalkosten der Funktionsbereiche enthalten; die Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden in den Zinsaufwendungen ausgewiesen.